Neue Handelsroute: Ägypten bietet sich an

Die Türkei steht kurz davor, Ägypten als neue Handelsroute zu gewinnen. So könnten türkische Händler den afrikanischen Markt erobern und hohe Zollgebühren umgehen.

Der Vorteil mit Ägypten als Handelspartner liegt auf der Hand. Als Mitglied des Gemeinsamen Markts für das Östliche und Südliche Afrika (COMESA) kann Ägypten zollfrei und ohne Steuerabgaben Handel betreiben. „Das ist ein großer Vorteil für türkische Firmen, die in afrikanische Länder investieren wollen“, erklärte Hussein Sabbour, Vorsitzender der Ägyptischen Gesellschaft für Handel (EBA) der „Hürriyet“ beim zwölften ägyptisch-türkischen Handelsrat in Istanbul. „Türkische Firmen sind daran interessiert in 19 afrikanischen Ländern über Ägypten Handel zu betreiben“, so Sabbour.

Russland und Turkmenistan: Ägypten will in türkische Projekte einsteigen

Ägypten profitiert von dieser Kooperation ebenfalls. Ägyptische Bau- und Beratungsunternehmen seien daran interessiert, mit türkischen Konzernen zusammenzuarbeiten, meint Sabbour. Er macht deutlich: „Wenn wir den türkischen Firmen unsere Türen nach Afrika öffnen, wollen wir Handelspartnerschaften mit türkischen Firmen mit Projekten in Russland und Turkmenistan.“

Nicht nur Afrika auch die USA seien ein attraktiver Ort für türkische Unternehmen, insbesondere für die Textilbranche. Die Zollgebühren für die Türkei seien allerdings sehr hoch, was den Handel erschwere. Auch hier könnte die Türkei den Weg über Ägypten nutzen, um die hohen Gebühren zu umgehen.

Ägypten: Bilateraler Handel soll zehn Milliarden erreichen

Der stellvertretende ägyptische Wirtschaftsminister Ismail Al-Nagdy liefert die bisherigen Zahlen. „Der bilaterale Handel zwischen der Türkei und Ägypten hat bis einschließlich November 3,48 Milliarden Dollar erreicht. In einigen Jahren wollen wir zehn Milliarden erreichen“, so Al-Nagdy.

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