Erdogan – wie krank ist er wirklich?

Die Sorge um den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan ist groß. Im vergangenen Monat musste sich der Staatsmann einem chirurgischen Eingriff unterziehen. Seitdem hat er sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Jetzt meldet sich einer der behandelnden Ärzte zu Wort.

Professor Mehmet Füzün, einer der bekanntesten Chirurgen der Türkei und Rektor der Dokuz Eylül Universität in Izmir, gehörte zum Ärzteteam, das bei Recep Tayyip Erdogan Ende November einen laparoskopischen Eingriff durchführte. Dieser gibt nun gegenüber den türkischen Medien Entwarnung: Im Darm des Premiers seien keine bösartigen Polypen gefunden worden.

Darmpolypen von Erdogan sind nicht bösartig

Neben der erleichternden Nachricht, gab der Mediziner im Anschluss auch einige Details der Operation bekannt. Im Gespräch mit dem türkischen Portal „egedesonsöz.com“ erklärte er: „Ich war während der gesamten Operation als Experte für Dickdarm-und Rektum-Chirurgie anwesend. Die während des Eingriffs entfernten Darmpolypen waren groß, allerdings nicht bösartig.“

Erdogan selbst hatte Professor Mehmet Füzün kontaktiert, nachdem während einer regelmäßigen Routine-Untersuchung Polypen in seinem Darm entdeckt wurden. „Ich gab ihm einige Informationen über den Eingriff an die Hand und erklärte ihm, dass ich ein bekannter Chirurg sei“, so der Experte weiter. Für den Fall, dass die Operation minimalinvasiv durchgeführt werden sollte, habe er ihm seinen Kollegen, Professor Dursun Buğra empfohlen. Anschließend hätte man mit den Vorbereitungen für den Eingriff begonnen.

Schnellere Genesung durch minimalinvasiven Eingriff

Nach Angaben des Arztes dauerte die OP gute drei Stunden und sei „sehr aufreibend“ gewesen. Immerhin, so gesteht der Chirurg, sei es nicht irgendjemand, derda auf dem OP-Tisch liege. Es war Recep Tayyip Erdogan. Die Experten hatten sich in seinem Fall für die Schlüsselloch-Methode im Gegensatz zur vollständigen Öffnung des Bauchraums entschieden. Auf diese Art könnte sich der Staatsmann schneller wieder erholen. „Seine Genesung könnte allerdings gut einen Monat in Anspruch nehmen.“

Der 57-jährige Erdogan unterzog sich dem Eingriff am 26. November. Seitdem hat er sich völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Zum Ende der vergangenen Woche gab auch Gesundheitsminister Recep Akdağ Entwarnung: Dem Premier gehe es gut. Die Ärzte hätten ihm jedoch geraten, sich noch eine Weile auszuruhen.

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