Iran: Keine Rückgabe der US-Drohne!

Nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne am vergangenen Sonntag, teilt der Brigadegeneral der Revolutionsgarde in Teheran nun mit, dass der Iran das Fluggerät nicht zurückgeben werde.

Wie das iranische Staatsfernsehen berichtet, stellt General Hossein Salami noch einmal heraus, dass die US-Drohne den iranischen Luftraum verletzt habe. Das werde vom Iran, der bereits am vergangenen Donnerstag Aufnahmen des als RQ-170 Sentinel Drohne identifizierten Fluggeräts im TV veröffentlicht hat, als “feindlicher Akt” interpretiert. Die USA, so der General weiter, könne aber mit geeigneten Maßnahmen diesen aggressiven Schritt wiedergutmachen. Gleichzeitig warnte Salami aber vor einer “größeren Vergeltung”. Was Teheran jedoch genau vorhabe, darüber schwieg er sich aus.

US-Spionage-Drohne wird untersucht und analysiert

Zum weiteren Vorgehen Salami erklärt: “Wir werden die US-Spionage-Drohne untersuchen und analysieren, um zu sehen, inwiefern sie unser technisches Know-how voranbringen kann.”

Wie die “New York Times” erfahren haben will, sollte das “Biest von Kandahar” offenbar iranische Atomanlagen ausfindig machen. Ob der Iran die Drohne allerdings, wie behauptet, tatsächlich abgeschossen hat, ist nach wie vor unklar.

Laut der iranischen Staatsmedien wurde das unbemannte Spionageflugzeug Anfang Dezember über der im Osten des Landes gelegenen Stadt Kashmar entdeckt – gut 225 Kilometer von der Grenze zu Afghanistan entfernt. Erst Ende vergangener Woche räumte die USA ein, die Bodenkontrolle über eine Drohne im Luftraum über Westafghanistan verloren zu haben und seitdem versucht worden sei, “seinen Status festzustellen”.

General Hossein Salami wertete das Einfangen der Drohne im Kampf um Spionage und Technolgie als Sieg für den Iran und gleichzeitig als Niederlage für die Vereinigten Staaten. “Iran ist eines der wenigen Länder, die modernste Technologie im Bereich der unbemannten Drohnen besitzt. Die technologische Kluft zwischen Iran und den USA ist nicht groß”, so der General weiter.

USA glaubt nicht an Cyberattacke gegen Drohne

Zuvor hatten Mitglieder der Revolutionsgarde, Irans stärkste militärische Kraft, behauptet, dass iranische Streitkräfte die Drohne mit Hilfe eines elektronischen Hinterhalts zu Fall gebracht hätten, wodurch das Spionagegerät nur minimalen Schaden genommen hätte. Auf der amerikanischen Seite hingegen glaubt man weder an einen Abschuss noch an eine Cyberattacke. Hier geht man lediglich von einer Fehlfunktion aus. Andere glauben gar, dass es sich bei dem Fluggerät nur um ein Modell handeln könnte.

Auch Salami weigerte sich dazu weitere Details zu nennen. “Wenn eine Seite einen Spionagekampf gewinnt, verrät sie nicht ihre Methoden. Wir können nicht über darüber sprechen, die wir sie eingesetzt haben, um sie abzufangen, zu steuern, zu entdecken und zu Boden zu bringen.”

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