TV-Serien: Neue diplomatische Kraft der Türkei

Türkische Serien werden in über 20 Ländern mit Begeisterung verfolgt. Die Soaps sind zu einer diplomatischen Kraft geworden und verbreiten den türkischen Lifestyle.

„Wir haben in diesem Jahr begonnen im Balkan zu senden“, erklärt Fırat Gülgen, Vorsitzender der Calinos Holding, die 80 Prozent der exportieren Serien ausmacht, der Nachrichtenagentur Anatolia. Serbien, Kroatien, die Tschechische Republik, Rumänien, Polen und Ungarn gehören zu den Abnehmern in Europa. Doch auch im entfernten Osten sind die Soaps beliebt – sie fesseln auch in Malaysia, Indonesien, Taiwan, Thailand, Singapur, Japan und Vietnam Zuschauer an die Fernseher.

Ob Aşk-ı Memnu (dt. Verbotene Liebe), Gümüş (dt. Silber) oder Binbir Gece (dt. Tausendundeine Nacht) – so gut wie alle Serien sind Verkaufsschlager im Ausland. Eine Folge bringe zwischen 500 und 15.000 Dollar, so Gülgen. Die Schauspieler der Serien werden wie Popstars gefeiert. Produzent der Serie Gümüş, Kemal Uzun, glaubt, die Serien hätten so großen Erfolg im Balkan und in der arabischen Welt, weil die türkische Kultur der eigenen ähnlich sei. Die Zuschauer könnten sich besser in die Themen der Soaps einfühlen, so Uzun.

Eltern geben ihren Kindern Namen der Serien-Figuren

Nilüfer Narlı, Soziologin der Bahçeşehir Universität, meint, die Serien seien die ’soft power‘ der Türkei und würden die türkische Lebensweise verbreiten. „Der Umlauf der Soap-Operas im Ausland hat sich verstärkt. Für Araber und Einwohner der Balkan-Länder wird es immer wichtiger, die türkische Sprache zu beherrschen und die Kultur kennenzulernen. Im Kontext der Kulturindustrie nennen wir das ’soft power’“, erklärt sie gegenüber der „Hürriyet“.

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