„Islamisches Bankwesen ist gutes Gegenmittel zur Krise“

Die Wirtschaftskrise wirft immer wieder die Frage nach möglichst sicheren Finanzsystemen auf. Das islamische Bankenmodell, das auf Teilhabe und nicht auf Spekulation setzt, ist eine gute Alternative – sagt der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek.

Nach Meinung des türkischen Finanzministers Mehmet Şimşek hätten die derzeitigen Probleme der Wirtschaftswelt ganz leicht umschifft werden können, hätte man sich den islamischen Wirtschaftsinstrumenten bedient. Diese seien Krisen gegenüber resistenter.

Das erklärte er im Rahmen eines Symposiums über islamisches Bankwesen und das partizipatorische Bankenmodell am Samstag in Istanbul. Şimşek betonte, dass viele unterschätzt hätten, welche Bedeutung und Rolle das auf Teilhabe basierende Bankenmodell bei der der Frage nach der Beibehaltung des Wirtschaftswachstums hätte. Die Probleme auf dem Weltmarkt resultierten aus dieser Ignoranz.

Partizipatorisches Bankmodell ist verlässlich

„An der derzeitigen Krise können wir erkennen, dass ein Wirtschaftssystem, das ein Bankenmodell unterstützt, in dem Zinserträgen Priorität haben, verletzlich gegenüber externen Schocks ist. Das partizipatorische Bankmodell hingegen, ist ein verlässliches Modell, das sich wesentlich stärker an der Realwirtschaft orientiert. Dadurch wird diese auch gestärkt“, zitiert ihn die Tageszeitung Zaman. Gleichzeitig betonte er, dass die partizipatorischen Banken nicht so sehr in „spekulative Bereiche“ investiert hätten, sondern ihre Profite direkt mit ihren Kunden geteilt hätten.

Mit einem Vermögen von 20 Milliarden US-Dollar geben partizipatorische Banken 84 Prozent ihres Geldes als Kredit, während andere Banken in der Türkei nur 63 Prozent ihres Vermögens teilen.

In dem Falle, dass die Türkei ihr Bankenmodell ändern möchte, legte der Finanzminister nahe, aufgrund der von ihm genannten Vorteile das islamische Bankenmodell in Betracht zu ziehen.

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