Ergenekon: Sieben Verdächtige aus Haft entlassen

Am Mittwoch wurden in der Türkei sieben inhaftierte Polizisten, darunter der ehemalige Leiter einer Sondereinheit der landesweiten Polizeibehörde, freigelassen.

Es seien keine ausreichenden Beweise vorhanden, Seyfettin Lap, Enver Ulu, Ayhan Akça, Ayhan Özkan und Uğur Şahin sowohl der ehemalige Leiter der Sondereinheit Ahmet Demirel dürften nicht länger festgehalten werden, erklärte ein türkisches Gericht am Mittwoch. Grund für die Inhaftierungen waren die Aussagen von Ayhan Çarkın, ebenfalls ein ehemaliges Mitglied der Einheit. Er hatte im Juni ausgesagt, er habe Informationen über vier Morde in den 90ern. Einige seiner Kollegen beschuldigte er, an den an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Am 11. August wurden daraufhin die sieben Verdächtigen festgenommen.

Bei den Opfern handelte es sich um die Anwälte Faik Candan und Yusuf Ekinci, Aufsichtsrats-Mitglied des Gesundheitsamts, Namık Erdoğan sowie Mecit Baskın, Leiter des Altındağ-Meldeamts. Ayhan Çarkın Anwalt hatte ebenfalls die Freilassung beantragt. Diese wurde in seinem Fall jedoch abgelehnt.

Die mutmaßliche Verschwörergruppe Ergenekon soll als in der Türkei als „tiefer Staat“ agieren. Dieser habe einen Sturz der jetzigen Regierug geplant. Kritisiert werden die zahlreichen Festnahmen von Journalisten, Politikern und Schriftstellern, denen eine Mitgliedschaft im Geheimbund vorgworfen wird.

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