Deutschland verweigert Auslieferung von Bedrettin Dalan

Der von Interpol gesuchte Ergenekon-Angeklagte befindet sich in Mannheim. Bei der Strafe, die ihm in der Türkei droht, wollen die deutschen Behörden ihn nicht ausliefern.

Deutschland weigert sich den aus der Türkei geflüchteten und im Ergenekon-Fall angeklagten Bedrettin Dalan an die Türkei auszuhändigen. Der Grund ist, dass die Türkei eine „verstärkte lebenslange Haftstrafe“ für ihn vorsieht.
Dalan wurde als Mitglied der bewaffneten Ergenekon-Organisation verurteilt. Gegen ihn wurde am 25. Januar 2011 im Falle seiner Abwesenheit ein Haftbefehl erlassen. Am 9. Februar hatte dasselbe Gericht beantragt, Dalan von Interpol suchen zu lassen, dieser Antrag wurde am 18. Februar dem Innenministerium vorgelegt. Seit dem 1. Juni 2011 wird Dalan damit international gesucht.

Nachdem jemand verraten hatte, dass sich Dalan in Deutschland aufhält, hatte das türkische Innenministerium von deutschen Behörden verlangt, Dalan vorläufig festzunehmen. Die deutsche Interpol hat das allerdings abgelehnt, weil Dalan in der Türkei eine verstärkte lebenslängliche Haft erwartet.
Vor ein paar Tagen hatte Dalan bei einer Live-Schaltung per Telefon an einer Talkshow teilgenommen. Dabei hatte er gesagt, dass kein Haftbefehl gegen ihn vorläge und er sich in Deutschland befände.
Noch vor ein paar Tagen war Dalan in Mannheim gesehen worden. Er hatte versucht, dem Journalisten, der ihn fotografierte, die Kamera aus der Hand zu nehmen. Als die Polizei kam, verschwand Dalan vom Tatort.

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