Bestimmt die EU das Gebet in Moscheen in der Türkei?

Seit 1400 Jahren folgt das Freitagsgebet einem ähnlichen Rhythmus. Jetzt allerdings soll eine Passage aus dem Gebet entfernt worden sein– auf Wunsch der EU, sagt ein ehemaliger Mufti. „Alles Unfug“, sagt das Religionsministerium.

Wie der Nachrichtensender ntv berichtet, sagte der Istanbuler Abgeordnete der Oppositionspartei CHP und ehemaliger Mufti İhsan Özkes in einem Gespräch im Fernsehsender Halk TV, dass der 19. Absatz der regelmäßig beim Freitagsgebet zitierten Sure „Die Frauen“ auf Wunsch der EU am 17. Februar 2006 mit dem 230. Schreiben des Ministeriums für Religionsangelegenheiten gestrichen wurde. Diese Passage besagt: „Die Religion, die bei Gott ist, ist der Islam“
Özkes selbst war zu der Zeit Mufti.

Der AKP fallen Sachen, an die würde der Teufel nicht einmal denken“, zitiert ihn der Nachrichtensender ntv.

Außerdem erzählt er in derselben Sendung, dass die Abgeordneten der AKP in dem Gebetsraum im Parlament besondere Gebetsteppiche haben: „Bei ihnen steht: „Protokoll Gebetsteppich“ drauf“, so Özkes. Wenigstens das, so meint er, sollten sie in einem Gebetshaus nicht machen. Er verweist darauf, dass der Prophet gesagt haben soll: „Die Menschen sind gleich wie die Zacken eines Kammes. „Aber diese Leute kennen so etwas nicht“.

Nach einer Meldung von Habertürk widerspricht dem der Pressebeauftragte des Ministeriums für Religionsangelegenheiten Abdülkadir Özkan. „Ich weiß nicht, mit welchem Ziel İhsan Özkes das jetzt bringt, das ist nichts als Unfug“, so Özkan sinngemäß. „Als ehemaliger Mufti von Üsküdar sollte er es besser wissen“.
Außerdem stellte sich heraus, dass der von Özkes beschriebene Gebetsteppich dem Berater des AKP-Abgeordneten von Düzce, Favai Arslan, Erol Yemenice gehört. „Es stimmt, dass der Teppich rot ist, aber es stimmt nicht, dass dahinter ein „Protokoll-Schild“ angebracht ist“, nimmt er dazu Stellung.

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