Türkischer Botschafter aus Paris abgezogen

Die Türkei hadert nich lange und macht ihre Drohung war: Noch bevor Erdoğan Stellung zu der Verabschiedung des Gesetzes nimmt, agiert die Türkei auf diplomatischem Terrain.

+++ BREAKING NEWS: Erdoğan stoppt jede politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit: „In unserem Land gibt es keinen Genozid“ ++

Die Türkei zieht erste Konsequenzen, nachdem das französische Parlament für das Genozid-Gesetz gestimmt hat. Der türkische Botschafter Tahsin Burcuoğlu wurde zurück in die Türkei beordert. Die Türkei hatte im Falle einer positiven Abstimmung des Parlaments mit Sanktionen gegen Frankreich und einer Verschlechterung der türkisch-französischen diplomatischen Beziehungen gedroht. Auch Vertreter der anderen Parteien forderten, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich eingefroren werden.

Armenier fordern Genozid-Gesetz in Deutschland

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland begrüßte das Gesetz. ZAD-Vorsitzender Azat Ordukhanyan erklärte: „Der 22. Dezember markiert eine Wende im europäischen Diskurs über die Frage, wie wir in Zukunft mit dem Thema Völkermord umgehen wollen.“ Zudem fordert er den Beginn einer Debatte in Deutschland. „Wann wird Deutschland uns endlich einen vergleichbaren Schutz bieten? Seit über 90 Jahren leben wir mit den türkischen Versuchen, die Geschichte umzudeuten. Deutschland hat dieses türkische Spiel lange mitgespielt, bis heute begegnet uns die Politik mit viel Gleichgültigkeit.“ Die Meinungsfreiheit, so Ordukhanyan, endet da, wo Fakten klar und eindeutig sind und wo die Leugnung dieser Fakten die Würde der Toten und die Ehre der Überlebenden verletzt”, so Ordukhanyan in seiner Stellungnahme.

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