Geheimdienst-Morde: Wo ist die Leiche von Tarık Ümit?

Der inhaftierte Ex-Geheimdienstagent Ayhan Çarkın, sollte am Donnerstag den Verbleib von noch nicht gefundenen Leichen aufklären. Er führte die Beamten an fünf verschiedene Orte.

+++ Aktuell: Israels Verdacht: „Türkei unterstützt iranisches Militär“ +++

In den frühen Morgenstunden machten sich die türkischen Behörden mit Ayhan Çarkın in einem schwerbewachten Konvoi von der Polizeistation Silivri in Istanbul aus auf den Weg. Hier wurde zur gleichen Zeit Cemalettin Ümit, der Onkel des seit 1995 vermissten Geheimdienstagenten Tarık Ümit gesehen. Es wird vermutet, dass Çarkın Angaben zu seinem Verbleib machen sollte.

Die Behörden gehen davon auf, dass Ümit ermordet wurde. Dieser wurde 1995 von zwei unbekannten Personen entführt. Die Gründe sind ebenfalls noch nicht geklärt, es könne mit Drogenhandel zu tun haben, oder aber mit Verwicklungen in die Untergrundorganisation Ergenekon.

An den Orten, zu denen Çarkın die Polizisten brachte, wurden Spürhunde eingesetzt. Sogar mit Bagger wurde gegraben, doch es wurde nichts gefunden. „Hoffentlich werden diese Leichen gefunden, dann habe ich endlich Ruhe“, soll Çarkın zuvor einem Polizisten gegenüber gesagt haben, berichtet der türkische Nachrichtensender „NTV“.

Ayhan Çarkın hatte im den türkischen Medien für Aufsehen gesorgt, nachdem er behauptete, er habe auf Befehl mehr als 1.000 Menschen getötet. Im Januar 2011 wurde er im Rahmen der Sprengung eines Schmugglerrings festgenommen (er gehört nicht zu denen, die im Rahmen der KCK-Operation verhaftet wurden –  dazu mehr hier).

Mehr zum Thema:

„In unserem Land gibt es keinen Genozid“
Türkei bildet libysche Armee aus
Türkei: Glaubenskrieg im Irak verhindern

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.