Israels Verdacht: „Türkei unterstützt iranisches Militär“

Während die türkische Außenpolitik sich darum bemüht, eine Vormachtstellung im Nahen Osten einzunehmen und Wert auf gute diplomatische Beziehungen zum Iran legt, beobachtet Israel diese Entwicklung misstrauisch. Jetzt kündigte es einseitig das vor drei Jahren unterzeichnete Militärabkommen.

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Wie türkische Medien in Bezugnahme auf die israelische Zeitung Haaretz berichten, hat Israel den Verkauf des Luftüberwachungssystems an die Türkei gestoppt. Grund ist Israels Sorge, die Systeme zur Flugabwehr und –überwachung könnten in die Hände von Israel feindlichen Staaten gelangen.

Dem Bericht zufolge handelt es sich um das Elbit-System im Wert von 140 Millionen US-Dollar, auf das sich die beiden Staaten in einem Vertrag 2008 geeinigt hatten und womit die Flugabwehr und Überwachungssysteme der F-16 Kriegsflugzeuge erneuert werden sollten. Ynetnews berichtete, dass sowohl die Firma Elbit als auch das israelische Verteidigungsministerium der Einstellung des Exports zugestimmt hätten.

Wie Haaretz berichtet, wurde die Entscheidung aus Sicherheitsgründen getroffen. Besonders unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung der Türkei zum Iran. „Wir erlauben nicht, dass solch fortschrittliche Technologie in andere, feindliche Hände gelangt“, zitiert sie den israelischen Verteidigungsminister, der dem Export von militärischer Ausrüstung oder Verteidigungstechnologie zustimmen muss.

Wie der Nachrichtensender ntv berichtet, macht Elbit Systems die Aussage, es würde durch diese Entscheidung finanzielle Einbußen haben. Um diese auszugleichen, sei es in Verhandlungen mit dem israelischen Verteidigungsministerium.

In einer Ansprache von Verteidigungsminister Ehud Barak im letzten Jahr, hatte er den Chef des Geheimdienstes MİT, Hakan Fidan, beschuldigt, zu enge Beziehungen zum Iran zu haben und zum Ausdruck gebracht, er sorge sich, dass israelische geheime Dokumente an den Iran weitergegeben werden würden.

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