Türkei: NATO aktiviert Abwehrsystem

Das umstrittene Nato-Raketenabwehrsystem in der östlichen Provinz Malatya wird den Betrieb aufnehmen. Schon die Stationierung des NATO-Projekts sorgte für viel Kritik innerhalb und außerhalb der Türkei.

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Besonders der Iran fühlte sich durch das Radarsystem bedroht. „Wir sind bereit, den NATO-Raketenschild in der Türkei anzugreifen, wenn wir einer Bedrohung ausgesetzt sind, und dann werden wir anderen Zielen nachgehen“, erklärte General Amir Ali Hadschisadeh (er hielt die Rede vor 10.000 Mitglieder der Revolutionsgarde – mehr dazu hier). Die türkische Opposition warf Erdogan vor, die Ziele der USA und Israels zu verfolgen. Mit dem Abwehrsystem könne Israel den Iran angreifen, ohne Gegenangriffe befürchten zu müssen, lautet die Vermutung der iranischen Regierung.

„Das Frühwarnsystem wird in der kommenden Woche, noch vor Ende des Jahres, den Betrieb aufnehmen“, erklärte ein Vertreter des türkischen Militärs. Er wiederholte erneut, dass die Funktion des Radarsystem einzig in der Abwehr bestehe und kein bestimmtes Land, wie den Iran, beobachten werde. Ein Nato-Kommittee werde in der kommenden Woche in der Türkei anreisen, um den Startknopf zu betätigen.

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