Türkischer Mufti: Santa Claus existiert nicht!

Santa Claus gibt es nicht, davon ist der Mufti des nordwestlichen Bezirks Keşan überzeugt. Selbst wenn es ihn gäbe, so der Geistliche, hätte er solange keinen angemessenen Charakter wie er die Häuser durch Kamine und nicht durch Türen betrete.

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Das Weihnachtsfest 2011 ist vorüber. „Ich denke, dass die meisten Türken Weihnachten nicht feiern werden“, schreibt Savas Yıldırım auf die Frage, wie Deutsch-Türken die Feiertage verbringen.  Martin Barmbek hingegen erklärt: „Man muss kein Christ sein, um Weihnachten zu feiern. Ich persönlich sehe es eher als Familienfest bzw. Fest mit Freunden.“ (sie alle hatten an einer Umfrage auf Facebook teilgenommen, die Aufschluss über die Gewohnheiten zum Fest geben soll – mehr hier). So bunt wie die Bevölkerung hierzulande, so bunt waren auch die Sitten, die sich in den einzelnen Familien abspielen.

Kurz nach dem Fest meldet sich nun der türkische Mufti Süleyman Yeniçeri in den türkischen Medien zu Wort und erklärt: “Es ist nicht bekannt, ob Santa Claus wirklich gelebt hat. Sie sprechen von einem Ort und sagen, dass er dort gelebt haben soll. Aber er ist eigentlich eine Person der christlichen Welt.”

Der heilige Nikolaus ist eine Legende

“Santa Claus betritt Häuser durch Schornsteine ​​und Fenster, wäre er ein anständiger Mensch, würde er diese jedoch durch die Türen betreten”, so seine Argumentation. “Wir betreten Häuser durch die Türen. Der Koran sagt uns, dass die Häuser durch die Türen zu betreten sind. Also warum sollte er durch den Schornstein kommen?” Auch an den heiligen Nikolaus glaubt der Mufti nicht. Seiner Ansicht nach handle es sich um eine erfundene Person – eine Legende.

Doch damit nicht genug. Yeniçeri sind auch die Feiern zum Jahreswechsel ein Dorn im Auge. Sie hätten, so seine Meinung, keinen Platz in der türkischen Kultur. Auch sie kämen aus dem Christentum. “Ein Ereignis zu feiern, das aus dem Christentum stammt, bedeutet danach zu streben so wie sie zu werden”, so Yeniçeri weiter. “Warum sollten wir jemals wollen, wie sie zu leben? Wollen sie wie wir werden?” Weihnachten, so stellt er noch einmal heraus, sei kein muslimisches Fest. Es wäre sogar gefährlich, wenn jemand sagen würde: “Ich will wie ein Christ leben.” Wenn eine Person Spaß haben wolle, weil andere ihn haben, so der Mufti, müssen wir über den Gedanken der Unterhaltung sprechen. “Man wird zu einem Sünder, wenn Unterhaltung das Trinken von Wein und Alkohol beinhaltet.”

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