Doping-Skandal: Türkische Goldmedaillen-Gewinnerin positiv!

Die türkische Gewichtheberin Nurcan Taylan ist positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Das Vergehen könnte sie nun die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in Londonn kosten.

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Der Internationale Gewichtheberverband (IWF) hatte Nurcan Taylan bereits in einem früheren Test positiv auf Steroide getestet. Doch die 28-Jährige erhob Einspruch gegen das Ergebnis. Darauf hin stimmte der Verband einem weiteren Test mit einer anderen Blutprobe zu. Am vergangenen Montag dann das neue Resultat in Köln: Abermals war Taylans Probe positiv auf Steroide.

Gemäß dem Regelwerk der IWF droht der Gewichtheberin nun eine vierjährige Sperre für internationale Veranstaltungen. Falls der Verband ihr ein solches Vebot auferlegt, dann ist damit auch der Traum von einer Teilnahme für die Türkei an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London zerplatzt. Erst im vergangenen Monat wollte sie bei den Weltmeisterschaften im Gewichtheben 2011 in Paris antreten. Dort flog sie in letzter Minute aus dem Kader.

Taylan gehört zu den Medaillen-Hoffnungen der Türkei

Nurcan ist einer der herausragendsten Athletinnen im türkischen Sport. Bisher hat sie in ihrer Disziplin alle herausragenden Preise gewonnen. Sie ist Olympiasiegerin und trägt sowohl Welt- als auch Europameistertitel. Darüber hinaus hält sie einen Welt- und sechs Europarekorde. Zudem ist sie die erste türkische Goldmedaillen-Gewinnerin bei Olympia.

Entdeckt wurde die Athletin im zarten Alter von elf Jahren von Mehmet Üstündağ, der später auch ihr Trainer wurde. Erste Medaillen gewann sie 2002, bei den Junior-Europameisterschaften im Gewichtheben in Warschau. Im gleichen Jahr erzielte sie Bronze bei den Weltmeisterschaften. 2003 folgte dann im griechischen  Loutraki der erste Europameistertitel. Bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 erzielte sie dann die Goldmedaille. Viele weitere Medaillen und Titel folgten.

Auch Halil Mutlu wegen Dopings gesperrt

Es ist übrigens nicht das erste Mal, das die türkischen Gewichtheber von einem Dopingskandal erschüttert werden. Bereits während der internationalen Meisterschaften im Jahr 2005 wurden drei Athleten vom IWF ausgeschlossen als sie bei der Dopingkontrolle schummelten und andere Sportler den Test an ihrer statt absolviere ließen. Die Konsequenz: die Türkei war bei den im gleichen Jahr stattfindenden Weltmeisterschaften in Katar nicht vertreten. Die Entscheidung traf die türkische Sportwelt besonders hart, da Gewichtheben zu den vielversprechendsten Disziplinen des Landes mit den höchsten Medaillenchancen zählt. Prominentester Dopingsünder ist Halil Mutlu. Der legendäre Weltmeister und Olympiasieger im Gewichtheben wurde von 2005 bis 2007 wegen Dopings gesperrt.

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