Türkischer BMW Importeur: „Wir diskriminieren niemanden!“

Die Borusan Gruppe, die unter anderem den BMW-Import in die Türkei kontrolliert, hat Anschuldigungen zurück gewiesen, wonach sie aus dem Sponsoring einer TV-Show ausgestiegen wäre, weil dort eine Frau mit Kopftuch zu sehen war.

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In einer Erklärung der Borusan Group heißt es, dass man innerhalb des ältesten Mischkonzerns der Türkei sehr traurig darüber wäre, derartige Geschichten im Internet zu lesen. „Die Borusan Group diskriminiert niemanden auf Grund seiner Religion oder seines Lebensstils“, zitieren die türkischen Medien das Unternehmen. „Wir haben größten Respekt für jeden Glauben, Bekleidungs-und Lebensstil.“

Der Importeur des deutschen Automobilherstellers BMW geriet zur Wochenmitte in die Kritik, nachdem einige Internetseiten berichtet hatten, dass die Borusan Group ihr Sponsoring für eine TV-Show der türkischen Ralleyfahrerin Burcu Çetinkaya auf Kanal24 gelöst hätte, nachdem dort während eines MINI Cooper-Tests die Reporterin Merve Sena Kılıç mit Kopftuch aufgetaucht war.

Kein Deal zwischen Borusan Group und TV-Show

Jetzt stellt die Borusan Group klar, dass es zwar Gespräche über ein mögliches Sponsoring gegeben hätte. Es jedoch zu keiner Einigung gekommen sei. Die Kündigung eines solchen Deals sei demnach gar nicht möglich. „Es ist nicht wahr, dass die Sponsoring-Verhandlungen auf Grund der Episode mit dem MINI Cooper-Test gescheitert sind.“ In den vergangenen acht Monaten hätte man der Show bereits zwei BMW-Modelle sowie zwei MINI Cooper zu Testzwecken geliefert. Vielmehr, so erklärt die Borusan Group weiter, habe man 2012 alle Sponsoring-Projekte auf Grund konjunkturellen Unklarheiten und Schwankungen im Pkw-Markt abgesagt.

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