„All American Muslim“: Vorletzte Show über 9/11

Erst Mitte Dezember geriet die US-amerikanische Reality-Show "All American Muslim" in die Schlagzeilen, weil der US-Einzelhandelsriese Lowe's auf Druck der konservativen Florida Family Association seine Werbung aus dem TV-Format genommen hat. Jetzt gehen die Mitwirkenden in die Offensive.

+++ Aktuell: Keine Werbung auf “All-American Muslim”: Boykottiert Lowe’s! +++ „All-American Muslim“: Lowe’s zieht Werbung aus Show zurück +++ Türkischer BMW Importeur: „Wir diskriminieren niemanden!“

Mit Hilfe einer Email-Kampagne hat die Florida Family Association den US-Einzelhandelskonzern Lowe’s Mitte Dezemer dieses Jahres zum Einbrechen gebracht. Die Vereinigung ist der Meinung, dass die jeden Sonntagabend vom “The Learning Channel” ausgestrahlte Sendung „All-American Muslim“ Propaganda verbreite, die die wahre Gefahr des Islams für die Freiheiten und traditionelle Werte der Amerikaner verbergen würde (Lowe’s bestritt zwar, dass die Email-Kampagne mit ihrem Schritt zu tun habe, in die Kritik geriet das Unternehmen dennoch – mehr hier und hier).

„All American Muslim“: Auch  Kayak.com springt ab

Jetzt; nachdem zwischenzeitlich auch  Kayak.com seine Werbung zurückgezogen hat, melden sich die Mitwirkenden der Show zurück. Die vorletzte Folge von „All American Muslims“ werde sich mit emotionalen Reaktionen auf den 10. Jahrestag des 11. Septembers 2001 auseinandersetzen. Das berichtet unter anderem die BBC.

Laut Angaben des Kanals  „TLC“ wollen die in Dearborn, Michigan lebenden Darsteller, übrigens befindet sich dort eine der größten  arabisch-amerikanischen Communities des Landes, das Thema bewusst angehen. Die Aufnahmen für die entsprechende Folge entstanden während der Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag der Al Qaida-Attacke. „Was die Zuschauer sehen werden ist eine Gemeinschaft, die anlässlich eines der entscheidendensten Momente in der Geschichte unserer Nation eine große Bandbreite von Emotionen zeigt“, so TLC General Manager Amy Winter zur Episode.

Menschen müssen sich für 9/11 verteidigen

Bezirkssheriff Mike Jaafar, der bei den Sicherheitsvorkehrungen für diesen Gedenktag im Tiger Stadium in Detroit mitwirkte, zeigte sich sichtlich bewegt, als er an die Rettungsmaßnahmen, die damals in New York City stattfanden, zurückdenkt. „Du denkst an die Leute, die für dich arbeiten, die dann ins Gebäude gehen und nie wieder nach Hause zurückkehren.“ Eine andere Frau, Suehaila Amen, erinnert sich: „Es war das erste Mal, dass mir klar wurde, dass die Leute mich als weniger amerikanisch anssahen. Als Mensch, der hier geboren und aufgewachsen war, ist das sehr schwierig.“ Andere Mitwirkende sprechen über ihre Erfahrungen, die sie sammelten, wenn sie ihre Gemeinschaft für ein Ereignis verteidigen mussten, mit dem sie nichts zu tun hatten.

Die erste Staffel der Reality-Show endet am 8. Januar 2012. Ob das Format fortgesetzt wird, ist bisher noch nicht bekannt.

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