Muslimische Gräber in Frankreich geschändet: Türkei verlangt Untersuchung

Das türkische Außenministerium hat sich an diesem Freitag an die französischen Behörden gewandt. Diese sollten dringend und vor allem äußerst gründlich den Vorgängen in der südfranzösischen Stadt Carcassonne nachgehen. Dort wurden muslimische Gräber geschändet.

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In einer an diesem Freitag veröffentlichten Erklärung, so berichten türkische Medien, erklärte das Ministerium, dass man äußerst betrübt darüber sei erfahren zu haben, dass Gräber muslimischer Soldaten, die im Ersten Weltkrieg kämpften, am vergangenen Montag auf einem Friedhof in Carcassonne angegriffen und verunstaltet wurden.

Angriffe auf Gräber nicht zum ersten Mal

Auf die Grabsteine, die mit den Symbolen Halbmond und Stern verziert sind, wurden rassistische Beleidigungen geschmiert. In der Erklärung heißt es nun weiter, dass eine ähnliche Attacke bereits im vergangenen September gegeben habe. Jetzt, so fordern die türkischen Behörden, sei es Zeit für eine „ernsthafte“ Untersuchung der Angelegenheit.

„Wir sehen, dass Gleichgültigkeit gegenüber Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und ausgrenzenden Nationalismus – die in Europa stattfindet, jedoch im Widerspruch mit den Werten steht, auf denen die Europäische Union beruht und welche weiter auf dem Vormarsch ist – leider das Umfeld für solche Angriffe geschaffen hat.“

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