Vorbild EU: Türkei überwacht verstärkt Sicherheit von Nahrungsmitteln

Über 100 neue Regulierungen sollen sicherstellen, dass tierische Produkte den europäischen Standards entsprechen. Fortan tragen Hersteller und Vertreiber gemeinsam die Verantwortung für die Qualität der Nahrungsmittel.

Die Türkei wird in Zukunft Regulierungen zur Nahrungsmittelsicherheit stärker überwachen. Das teilte der Minister für Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Tierhaltung, Mehdi Eker, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit.

Die Motivation, die hinter der Übernahme der Regulierungen steckt, ist, der Wunsch, die Standards der Nahrungs- und Tiersicherheit der Türkei auf den gleichen Stand mit den europäischen Standards zu bringen. Eker teilte mit, dass insgesamt 102 Regulierungen ausgearbeitet wurden. Von denen sind bereits 95 veröffentlicht, weitere sieben werden noch bekannt gegeben.

Außerdem informierte Eker auf der Pressekonferenz, dass das Direktorat für Nahrung und Kontrolle gegründet wurde, um Inspektionen der allgemeinen Gesundheit, Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit durchzuführen.

„Mit diesem Organ wird das Ministerium landwirtschaftliche und tierische Produkte von der Farm bis auf den Tisch beobachten. Das Ministerium wir auf diese Weise wissen, welches Produkt von welcher Farm kommt dank des neuen Überwachungssystems“, zitiert die Tageszeitung Zaman Eker. So könnte beispielweise bei jedem Ei gesagt werden, von welcher Farm aus welcher Provinz es kommt (das macht die Verbraucherpreise auch nicht viel billiger, diese sind kürzlich gestiegen – mehr hier).

Früher brauchten Hersteller von landwirtschaftlichen Produkten eine Lizenz zur Nahrungsmittelherstellung. Mit den neuen Richtlinien müssen auch die Unternehmen und Einzelpersonen, die diese Produkte vermarkten und verkaufen eine Lizenz führen (einige verlangen zudem neue Richtlinien für Halal-Produkte – mehr hier). „Möchte eine Person tierische Produkte verkaufen, muss es beim Ministerium eine Lizenz beantragen. Das Ministerium wird die Örtlichkeiten hinsichtlich ihrer Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit untersuchen, in denen die tierischen Produkte aufbewahrt oder verkauft werden sollen. Sowohl die Hersteller als auch die Unternehmer tragen beide die Verantwortung für das Produkt. Bevor die Unternehmer die tierischen Produkte von den Herstellern kaufen, müssen sie sie überprüfen“, so Eker.

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