Unser Star für Baku: Der „Quotentürke“ hat versagt!

Was hat sich Salih Özcan bloß dabei gedacht? Ambitioniert war er am vergangenen Donnerstagabend beim ersten Teil von "Unser Star für Baku" angetreten. Als Völkerverbindende Figur par excellence sollte es für ihn gen Aserbaidschan gehen. Doch am Ende war alles Essig.

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Schön klingt eindeutig anders! Die Jury, bestehend aus Stefan Raab, Thomas D. und „Frida Gold“-Sängerin Alina Süggeler hatten ordentlich mit ihren Ohren zu kämpfen als der 23-jährige Nürnberger Salih Özcan die Bühne betrat. Mit Justin Timberlakes Mega-Hit aus dem Jahr 2003 „Señorita“ wollte er es allen zeigen: Er flitzte über die Stage, zuckte in bester Zumba-Manier, eines seiner Hobbys, mit den Hüften und blickte verführerisch in die Kamera. Die Idee, ausgerechnet ihn, den selbsternannten „Quotentürken“ mit dem perfekten Fränkisch, zum Eurovision Song Contest nach Aserbaidschan zu entsenden, klang aber auch zu verlockend.

Salih Özcan kann im Blitzbarometer wenig bewegen

Gepackt hat es der sympathische Mittelfranke am Ende leider nicht. Zu oft lag er während des Songs um mehrere Haaresbreiten daneben, gab der Performance und dem Einbezug der Zuschauer eindeutig den Vorzug vor einem angenehmen Hörerlebnis, das im Einklang mit den „heavytones“, Stefan Raabs Studioband, hinter ihm stehen könnte. Während das so genannte „Blitzbarometer“, das live die Stimmung der zu Hause abstimmenden Zuschauer abbildete, bei vorherigen Kandidaten die Rangfolge ordentlich durcheinander wirbelte, mochte sich die Position des CallCenter Mitarbeiters nicht so wirklich verändern.

Sicher, Spaß hatte Salih Özcan jede Menge. Für einige Momente waren echte Glanzlichter in seiner Stimme zu hören. Doch Grammy verdächtig, wie einst für Justin Timberlake, war seine Darbietung mit der Endziffer „09“ nun wirklich nicht. Zweieinhalb Minuten, die der durchaus musikalische Typ, er spielt Gitarre und Klavier, eindeutig besser hätte nutzen müssen und können!

Salih Özcan schon 2004 beim „Popstars“-Recall

Immerhin: Der quirrlige junge Mann ist in der deutschen Castinglandschaft kein Unbekannter mehr. Der „berufliche Tausendsassa“ hat es 2004 auch schon bei „Popstars“ in den Recall geschafft. Hat er das Ganze diesmal zu locker genommen?

Von den Top Five kann er am Ende nur noch träumen. Die Nachfolge von Lena Meyer-Landruth, die tritt ein anderer an. Diese Fünf dürfen jetzt weiter hoffen: Die unglaubliche Schülerin Shelly Phillips, die mit ihrer Version des Amy Winehouse Hits „Valerie“ Gänsehaut so hoch wie der Himalaya erzeugte, Roman Lob, der das Feld als Sympathieträger am Schluss noch einmal vollständig aufrollte, und dann gibt es da noch Céline Huber, Leonie Burgmer und die Berlinerin Katja Petri.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl der Menschen draußen“, urteilte Thomas D. am Ende der Show. Wir auch! (Ganz im Gegensatz zu manchem türkischen Zuschauer, der erst fünf Kandidaten vorgestellt bekam – mehr hier, um dann doch einen vielen unbekannten Newcomer vor die Nase gesetzt zu bekommen – mehr hier).

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