Rainer Langhans lästert übers Dschungelcamp: 70 Prozent sind inszeniert!

Ein besseres Datum als einen Freitag, den 13., hätten sich die Dschungelcamp-Verantwortlichen wohl kaum ausdenken können. Denn schon ab heute Abend ist für die in den australischen Dschungel ziehenden Promis Schluss mit lustig. Oder fängt jetzt der Spaß erst richtig an? Ex-Kandidat Rainer Langhans hat da so seine ganz eigenen Theorien.

Im vergangenen Jahr war er der Außenseiter schlechthin. Alt-Hippie Rainer Langhans zog weit weg von jeglicher Zivilsation die Mediation dem Zickenkrieg im Camp vor. „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“, das wäre dem grauen Lockenkopf niemals laut über die Lippen gekommen. Er ruhte in sich und harrte der Dinge, die da kamen.

An diesem Freitagabend startet das RTL Dschungelcamp in eine neue Runde. Das Moderatorenduo Sonja Zietlow und Dirk Bach steht parat, um die Zuschauer im fernen Deutschland erneut mit allerhand Anekdoten aus dem kargen Einsiedlerleben mit all seinen Ekelprüfungen zu unterhalten. Doch ist hier jeder Stern golden, der glänzt?

RTL ist Meister in der Kunst der verdrehten Darstellung

Im Interview mit dem Portal „kukksi“ packt der einstige „Komune I“-Mitbewohner, der sein Show-Honorar an die Piratenpartei und Wikileaks gespendet hat, aus: „Meine Erfahrung ist die, dass in etwa 70 Prozent was ganz anders passiert, als das, was RTL daraus macht. […] Die Dinge, die dann RTL mit aller Gewalt und allen Möglichkeiten herauskristallisiert, nämlich die paar Schwierigkeiten, die man miteinander hat, sind alles solche Sachen. […]“, so Rainer Langhans freimütig. Der Zuschauer, das habe er bei seinen Leuten und bei Medien erfahren, denke hinterher: „Mein Gott, das war ein übles Ding, was ihr da erlebt habt und die Leute waren ja grauenhaft, wie die miteinander umgegangen sind“. Doch das stimme überhaupt nicht. RTL allerdings stelle das mit seinen ganzen Tricks und Techniken anders dar, unter anderem mit der Hungerei und den Dschungelprüfungen. Der Sender bringe die Leute dazu, dass sie sagten: „Was hat denn der da gemacht?“ und so weiter und dann werde das ganz groß rausgestellt (und das so gut, dass das Format sogar für den Deutschen Fernsehpreis nomminiert wurde – mehr hier).

„Das Zweite ist, man weiß, dass man Schauspieler ist. Wenn jemand ein nicht so guter Schauspieler ist, obwohl die ja alle irgendwie aus der Medienbranche kommen, dann machen die Kandidaten etwas zu viel oder nicht so was gutes, wie Jay zum Beispiel. Man sagt dann, der macht das nur für die Kamera, diese Beziehung zu Indira sei ja nur für die Kamera, die haben sich da abgesprochen, da ist ja nichts echt dran – Das stimmt nicht, aber dieser Teil den sie da hochziehen, sieht eben so aus.“

Auch 2012 landen „abgestürzte C- und D-Promis“ im Dschungel

Wie RTL künstlich Spannungen erzeugt, das ist ihm ebenso klar. Der springende Punkt liegt für Rainer Langhans im ständigen Hungern: „Es war insgesamt viel zu wenig (…) und dadurch wird man schlecht gelaunt, dann wird man auch komisch zu den anderen. Das ist natürlich alles gewollt und wir wissen das auch, die machen das ganz absichtlich (….). Das hängt RTL dann an die große Glocke.“

Dass das Dschungelcamp 2012 „besser“ als im vergangenen Jahr sein werde, glaubt er indessen nicht. Der Ansatz 2011 „abgestürzte C- und D-Promis“ nach Australien zu schicken, ist auch jetzt wieder Programm. Ob er sich auszahlt, wird sich weisen (Immerhin finden gerade die jugendlichen Zuschauer das Format richtig peinlich – mehr hier, und selbst RTL-Sternchen hatten wenig Lust dieses „Abenteuer“ mit zu machen – mehr hier).

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