Neuer Job für Barbie: Kämpft sie bald gegen Krebs?

Seit Jahrzehnten ist sie der Mädchentraum schlechthin: Barbie. Doch schon bald könnte sie ihre bisher dramatischste Wandlung erfahren. Im Rahmen einer Facebook-Kampagne entstand die Idee, eine Barbie mit Glatze herauszubringen, um so ein Zeichen für Krebskranke zu setzen.

Eine perfekte Schönheit ohne Haare? Wenn es nach zwei Frauen geht, die selbst von Krebserkrankungen betroffen sind, ist das überhaupt keine Frage. Sie sind überzeugt: Mit Hilfe einer solchen Puppe könnte schon bei kleinen Mädchen eine gewisse Sensibilität für dieses Thema aufgebaut werden.

Rebecca Sypin und Jane Bingham fakelten nicht lange. Im vergangenen Dezember erstellten sie eine Facebook-Seite mit dem Titel: „Beautiful and Bald Barbie! Let’s see if we can get it made„. Hier fordern sie den Konzern Mattel dazu auf, eine solche neue, krebskranke Barbie zu kreieren. Und die Idee stößt auf Zustimmung. Mittlerweile haben Rebecca und Jane weit über 90.000 Anhänger.

Barbie als Identifikationsfigur für erkrankte Kinder

Rebeccas zwölfjährige Tochter Kin verlor ihre Haare im Zuge einer Chemotherapie gegen ihre Leukämie. Die 32-jährige Mutter erlebte während der Behandlung der Kleinen, wie schlecht es den Kindern in der harten Zeit im Krankenhaus ergeht. „Für viele ist der Verlust der Haare schlimmer als die Diagnose selbst“, so Rebecca. Die 41-jährige Jane aus New Jersey ist selbst an Krebs erkrankt. Sie verlor ihr Haar auf Grund der Behandlung gegen Lymphdrüsenkrebs. Besonders hart war das für ihre neunjährige Tochter Belleliana. Es stand zu befürchten, dass sie es ihrer Mutter gleichtäte und sich ebenfalls die Haare abschneiden würde.

Aus der Traum? Mattel macht keine klare Zusage

Bis heute hat Mattel nicht auf die Initiative der beiden Frauen reagiert, obschon auch die Kommentatoren immer wieder forderten, dass sich der Konzern auf dieses Experiment einlasse. Viele zeigten sich überzeugt, dass eine solche kahle Puppe tatsächlich etwas zum Wohle der Kinder bewirken könnte. Auch die Idee, einen Teil des Erlöses an die Krebsforschung zu spenden (erst vor kurzem starb die erst 28-jährige einstige Miss Venezuela an Krebs – mehr hier), kam auf. Just an diesem Freitag, den 13. Januar 2012, hat Mattel nun doch geanwortet, wie Jane und Rebecca auf der Facebook-Pinnwand bekannt geben. Das Unternehmen zeigt sich jedoch unverbindlich schreibt lediglich: „Wir fühlen uns geehrt, dass Jane Bingham und Beckie Sypin glauben, dass Barbie das Gesicht einer solch wichtigen Sache sein könnte.“ Mattel schätze und respektiere die Leidenschaft, die beide in dieses Vorhaben gesteckt hätten. Doch wie sie sich vorstellen könnten, würden das Unternehmen hunderte von engagierten Anfragen für die verschiedensten Puppen erreichen. „Wir nehmen sie alle ernst und sind ständig auf der Suche, nach neuen und anderne Puppen, die unserer Linie hinzugefügt werden.“

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