Vorbildlich: Frauen erobern Fußballstadien

Frauen sind mindestens so gute Zuschauer bei Fußballspielen wie Männer. Dass es nicht stimmt, dass sie nicht wissen, was Abseits bedeutet, haben sie schon lange bewiesen.

Im Pokalspiel Beşiktaş gegen Gaziantep BB (2:1) überrannten viele Frauen und Kinder die Tribünen des İnönü-Stadions. (Das Interesse der Frauen an dem Sport scheint allgemein zuzunehmen, Diyarbakır hat seine erstes Frauenfußball-Team, mehr hier). Aufgrund eines Disziplinarvorgehens hatte der Verband männliche BJK-Fans von der Partie ausgesperrt. Allerdings bewiesen sich die Frauen als sehr lautstark und unterstützten die Kicker am Bosporus vorbildlich.

Es ist Zeit, dass sich so manches EU-Land von der Türkei eine Scheibe abschneidet, zumindest in Bezug auf Fußball. Eine gelungene Neuerung erfreut die Frauen des Landes. Männer vermisst man auf den Tribünen der Fußball-Stadien nicht.

An manchen Tagen findet eben der türkische Verband die lautstarke Gruppe „Çarşı“ etwas geschmacklos und ordnet eben mal eine Stadionsperre an. Am Mittwochabend übernahmen aus diesem Grund die „weiblichen Adler“ die Funktion der Supporter. Überraschend war die Ausdauer und Lautstärke der weiblichen BJK-Fans. Sämtliche Funktionäre bedankten sich für die überraschende sowie tolle Unterstützung und unterstrichen den Erfolg der neuen Regelung der TFF.

Sofern Männer sich daneben benehmen, erhalten nur Frauen und Kinder das besondere Recht, ein sanktioniertes Spiel zu besuchen. Dieses Modell wurde erstmals bei einem Heimspiel von Fenerbahçe angewandt. D.h. künftig gibt es in der Türkei keine leeren Stadien bei Zuschauergesperrten Spielen.

Diverse andere europäische Fußballverbände, wie etwa die belgischen, wollen das türkische Modell auch einführen. Damit fungiert der türkische Fußballverband als Impulsgeber für die besondere Stellung von Frauen und Kinder in Fußballstadien. So ein Modell wäre auch in anderen Ländern denkbar. Meist wissen eben Frauen doch besser, wie man sich richtig benimmt und trotzdem Spaß hat.

Mehr zum Thema:

Mourinho: Nuri Şahin ist nur Durchschnitt!

VfB-Stuttgart Serdar Taşçı: Ich will in der Türkei spielen

Hertha BSC möchte Veysel Sari und Alper Potuk von Eskişehirspor

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.