Irakischer Ministerpräsident Al-Maliki: „Türkei bringt Bürgerkrieg in die Region“

Während die Türkei nach einer Vormachtstellung in der Region strebt, stoßen diese Ambitionen auch auf Kritik. Die Türkei benehme sich, als ob sie den Irak kontrollieren wolle, so der irakische Ministerpräsident.

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Der irakische Ministerpräsident Nouri al-Maliki kritisierte die Türkei hart für ihre „überraschende Einmischung“ in die internen Angelegenheiten des Landes. Die Rolle der Türkei würde zu einer Katastrophe und einem Bürgerkrieg in der Region führen. Darunter würde letztendlich auch die Türkei leiden.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Türkei sich auf diese Weise im Irak einmischen würde“, zitiert die Tageszeitung Zaman den irakischen Ministerpräsidenten.
In letzter Zeit habe die Türkei Äußerungen von sich gegeben, als ob sie das Land kontrollieren oder lenken würde, so al-Maliki. „Das lassen wir auf keinen Fall zu“, unterstrich al-Maliki.

Diese Äußerungen al-Malikis folgen einer Warnung des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan zwei Tage zuvor. Erdoğan hatte al-Maliki gesagt, sein Verhalten führe dazu, dass sich das Land von einer Demokratie weg bewegen würde. Er legte ihm nahe, Schritte einzuleiten, die die Spannungen im Land auflösen, besonders in der Hauptstadt Bagdad. Im vergangenen Monat hatte al-Maliki einen Haftbefehl gegen seinen sunnitischen Vize-Präsidenten Tarik Hashemi erlassen.

In den letzten Tagen waren viele Angriffe gegen die schiitische Mehrheit im Lande gerichtet worden. Seit dem Abzug der amerikansichen Truppen (Die neue Situation bringt eine Machtverschiebung in der Region mit sich, mehr hier) besteht die Gefahr einer weiter ekalierenden Gewaltspirale zwischen Schiiten und Sunniten.

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