Martin Luther King: Jetzt sind seine Schriften online

Anlässlich des diesjährigen Martin Luther King Tags, den die US-Amerikaner an jedem dritten Montag im Januar begehen, sind nun gut 200.000 Dokumente des 1968 ermordeten Friedensnobelpreisträgers online gegangen.

83 Jahre wäre die Ikone der Bürgerrechtsbewegung an diesem 15. Januar geworden. Landesweit gedenken die Menschen an diesem „Martin Luther King Day“ an den unermüdlichen Kampf des Baptistenpredigers gegen den Rassismus. Doch nicht nur auf den Straßen Amerikas können sich seine Verehrer an diesem Montag an ihn erinnern.

Ab sofort sind wertvolle, teils nie öffentlich gewordene Dokumente Kings, wie ein hanschriftlicher Entwurf seiner Dankesrede anlässlich der Nobelpreisverleihung aus dem Jahr 1964, Notizen aus seiner wohl berühmtesten Ansprache „I Have a Dream“ oder auch charmante Briefe, die er einst von seinen Kindern erhielt, auch online abrufbar.

Hunderte Mitarbeiter archivierten Schriften von King

Realisiert wurde das Mammut-Vorhaben vom „King Center Imaging-Projekt“, finanziert und beaufsichtigt von JPMorgan Chase, das nun auf www.TheKingCenter.org für jedermann kostenlos einsehbar ist. Das Projekt entstand, nachdem Martin Luther King III Chase kontaktierte, um über den Erhalt der Dokumente zu sprechen. In den vergangenen neun Monaten arbeiteten dann 300 Mitarbeiter von Chase, College-Studenten und Veteranen, die hierfür angestellt wurden,  sowie rund 100 Freiwillige auf der ganzen Welt daran das ehrgeizige Vorhaben umzusetzen. Sie wühlten sich durch durch Kisten mit persönlichen Papieren, Dokumenten und handschriftlichen Notizen und fertigten von jedem einzelnen ein digitales Bild an, indizierten sie und bewahrten sie anschließend in säurefreien Behältern mit Barcodes auf.

Unter den Papieren, die am King Center in Atlanta aufbewahrt werden, sind auch Fetzen aus seinem im April 1963 verfassten „Brief aus einem Gefängnis in Birmingham“, seine Antwort auf Angriffe von weißen Geistlichen der Stadt. Auch ein vergilbter handschriftlicher Entwurf seiner Predigt „New Wine in New Bottles“, die er in der Ebenezer Baptist Kirche im Januar 1966 gehalten hatte.

„Das Spannende daran ist, dass wir seiner Geschichte damit nicht nur einen Rahmen verleihen, sondern wir bieten mit dem Projekt auch wirklich relevante Standpunkte an, die sich auf künftige Generationen auswirken können“, so Projektmanager Ali Marano. Auch Martin Luther King III ist von der Arbeit überzeugt. Sie helfe seine Arbeit zu bewahren und die wichtigen Botschaften seines Vaters weiter zu verbreiten.

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