Griechenland: Türkischer Film „Fetih 1453“ ist rassistische Propaganda!

Es ist der teuerste türkische Film aller Zeiten und soll alle Zuschauerrekorde brechen: „Fetih 1453“. Die Beziehungen zu Griechenland belastet die Produktion allerdings schon vor der Ausstrahlung.

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17 Millionen Dollar hat der Film von Faruk Aksoy über die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen gekostet. Allein der Trailer wurde in den ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung von über einer Millionen Menschen angesehen. Die Griechen sind darüber nicht sehr erfreut (türkische Seifenopern sind dafür umso beliebter im Land – mehr hier).

Die Zeitung „Proto Thema“ schreibt, der Film sei „Eroberungspropaganda der Türken“ und weiter heißt es in der vernichtenden Kritik „türkische Besetzer zeigen sich selbst in dem Film als Herrscher der Welt“. „Fetih 1453“ versäume es zudem, die Massaker an den Griechen zu erwähnen. Die Geschichte werde nur einseitig dargestellt und der Film sei eine Beleidigung. Deshalb solle die türkische Produktion nicht in Griechenland ausgestrahlt werden dürfen, so die Forderung einiger Griechen.

Blogger: „Fetih 1453“ vergleichbar mit Holocaust-Filmen

Ein griechischer Blogger geht noch weiter und behauptet, „Fetih 1453“ sei vergleichbar mit deutschen Produktionen aus der Zeit des Holocaust, berichtet der „Greek Reporter“. Trotzdem ist man in Griechenland offenbar der Ansicht, der Film werde mindestens 50 Millionen Zuschauer erreichen (selbst die Serien sind ja schon auf internationalem Erfolgkurs – mehr hier).

Am 17. Februar kommt der Film in die türkischen Kinos. Später soll er in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, der Türkischen Republik Nordzypern, Indonesien, Malaysia und in Russland ausgestrahlt werden (in Deutschland wartet man zudem auf Claudia Roths Kino-Debüt – mehr dazu hier).

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