British Airways: Erneut versehentlich Notlandung angekündigt!

Es müssen Todesängste gewesen sein, die die Passagiere des British Airways Flugs von Miami nach London am vergangenen Wochenende auszustehen hatten. Versehentlich spielte die Kabinen-Crew ein Band ab, das die Gäste auf eine Notwasserung hinweise. Ein ähnliches Missgeschick liegt noch nicht lange zurück.

Nach dem Horror über den Wolken, das berichtet der „Telegraph“, kritisiert jetzt ein an Bord befindliches Ehepaar das fahrlässige Verhalten des Personals. Duncan und Tracey Farquharson trauten ihren Ohren nicht als während ihres Transatlantik-Flugs plötzlich die Meldung über die Lautsprecher kam, dass ihre Maschine abstürzen würde. Sofort brach Panik unter den Passagieren aus. Sie waren überzeugt: Ihr letztes Stündlein hat geschlagen. Dann gab ein Flugbegleiter Entwarnung: Die Nachricht sei versehentlich abgespielt worden.

Mit einer solch lapidaren Entschuldigung wollen sich Duncan und Tracey Farquharson allerdings nicht zufrieden geben. Sie beschuldigen die Fluglinie die Sorgen der Gäste herunterzuspielen und nicht einmal erklärt zu haben, wie es zu diesem folgenschweren Versehen gekommen war. Auch Stunden später als man endlich in Heathrow gelandet sei, hätte British Airways kein Wort mehr darüber verloren.

Dramatischer Fehlalarm nach drei Stunden in der Luft

Der 58-jährige Farquharson, selbst Ingenieur aus London, blickt zurück: „Wir waren etwa seit drei Stunden in der Luft als über die Lautsprecheranlage eine automatische Nachricht ertönte: ‚Dies ist ein Notfall, wir werden in Kürze eine Notlandung auf dem Wasser vornehmen.‘ Wir sahen uns beide an und dachten, wir müssten jetzt beide sterben. Familien mit Kindern waren verzweifelt und es brachen Leute in Tränen aus. Es war äußerst erschütternd“, beschreibt Farquharson die Horror-Szenerie. „Etwa 30 Sekunden später erklärte uns einer aus der Kabinen-Crew, dass wir die Ankündigung ignorieren und ihre Entschuldigung annehmen sollten. Doch der Ton, in dem er das sagte, verdeutlichte, dass sie nicht begriffen, wie ernst wir das Ganze genommen hatten. Die Vorstellung, in ein kaltes, nasses Grab mitten auf dem Atlantik zu stürzen, war ein schrecklicher Gedanke, doch ihnen schien das gleichgültig.“

Auch Frau Farquharson ist immer noch aufgebracht. „Bis zur Landung äußerste sich der Kapitän nicht einmal dazu. Doch auch er erklärte das Vorgefallene nicht. Der Gedanke daran wühlt mich immer noch auf – es war sehr traumatisch. Wir werden uns bei British Airways darüber beschweren, wie man uns behandelt hat.“

Kabinen-Crew beruhigt, erläuterte aber nicht weiter

Wie ein Sprecher von British Airways mitteilte, bedauere die Crew den Vorfall von vergangenen Freitagabend und dass das Personal durchaus mit einzelnen Passagieren gesprochen habe, um diese zu beruhigen. Er erklärte: „Ein aufgezeichnete Notfall-Meldung wurde auf dem Flug von Miami nach Heathrow am Freitag, den 14. Januar, versehentlich aktiviert. Die Kabinen-Crew schaltete die Ansage sofort ab und versicherte den Fluggästen, dass alles normal verläuft. Wir möchten uns bei den Passagieren des Fluges dafür entschuldigen, dass wir ihnen unnötig Sorgen bereitet haben. Wir nehmen diese Dinge sehr ernst, die Sicherheit ist unser oberstes Anliegen.“

Für British Airways ist solch ein Vorfall unterdessen nichts Neues. Bereits im August 2010 wurden die Passagiere auf einem Flug von London nach Hongkong per Tonband aufgefordert, sich auf eine Notlandung im Meer vorzubereiten. Auch damals brachen die Menschen an Bord der Boeing 747 in Panik aus.

2011: Das Jahr spektakulärer Beinhane-Katastrophen

Für deutsche Urlauber endete die Flugreise Ende vergangenen Jahres weniger glimpflich. Während der Landung in Antalya platzte ein Reifen an ihrer Boeing 737-400. Das Flugzeug geriet ins Schlingern, fast wäre es zu einer wahren Katastrophe gekommen (Die Maschine der Sky Airlines startete in Baden-Baden und hatte reichlich Verspätung – mehr hier). Auch japanische Passagiere hatten vor einigen Monaten weit weniger Glück. Sie durchlebten den blanken Horror als ihr Flugzeug der Fluggesellschaft „All Nippon Airways“ (ANA) am 6. September urplötzlich im Sturzflug in Richtung Erde raste (Der Co-Pilot betätigte versehentlich einen falschen Knopf – mehr hier). Nicht zu vergessen der Beinahe-Crash auf dem Flughafen in New York im vergangenen Sommer. Fast 300 Passagiere des LH-Fluges 411 hatten damals Glück im Unglück. Nur knapp waren sie auf dem John F. Kennedy Airport einer Kollision mit einem Flieger der Gesellschaft EgyptAir entkommen (der Tower griff hier in letzter Sekunde ein – mehr hier).

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