EU-Dekadenz in der Krise: EU-Beamte klagen höhere Gehälter ein

16.000 Euro monatlich für einen Spitzenbeamten mit vier Jahren Zugehörigkeit - und das steuerfrei! Während EU-Länder wie Griechenland kurz vor der Pleite stehen, fordert die EU-Verwaltung in Brüssel Gehaltserhöhungen. Da sich die Staaten quer legen, klagt nun die EU-Kommission.

Die Europäische Union steckt in einer wirtschaftlichen Krise. Erst vergangene Woche wurde Frankreichs Kreditwürdigkeit herabgestuft (mehr dazu hier) und Griechenland steht kurz vor der Pleite (deshalb kommen derzeit sehr viele Griechen auf Arbeitssuche in die Türkei – mehr dazu hier). Der groß angekündigte Sparkurs in der EU scheint aber nur für die EU-Mitgliedsländer selbst, und nicht die EU-Verwaltung in Brüssel zu gelten: Seit Monaten wird über eine Gehaltserhöhung für EU-Kommission-Beamte von mindestens 1,7 Prozent gestritten. Nun geht die EU-Kommission sogar vor Gericht, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek hatte vor kurzem die Haltung der EU gegenüber der Türkei kritisiert und gemeint, die Türkei werde „nicht gemocht und nicht gewollt“ (mehr dazu hier). „Die Türkei und Europa brauchen sich gegenseitig“, sagte Şimşek. Ob die Türkei aber eine zentrale Verwaltung mit ungebührenden Forderungen mitten in der bisher größten EU-Krise braucht, ist mehr als fraglich. 16.000 Euro monatlich erhalten Spitzenbeamte mit mehr als vier Jahren Dienstzugehörigkeit derzeit schon. Auch gerade neu eingestellte Assistenten (AST-1-Beamte) erhalten mindestens 2.300 Euro monatlich. Ein schönes Gehalt nicht nur für türkische Verhältnisse, sondern auch weit über dem Gehaltsdurchschnitt in Deutschland.

130 Milliarden Euro zahlen die EU-Mitgliedsländer heute schon jedes Jahr an die EU-Kommission. Die Kommission plane aber anstatt bei den Gehältern auf anderen Wegen eine Milliarde Euro bis 2020 einzusparen: Und zwar solle die Arbeitswoche von derzeit 37,5 Stunden auf 40 Stunden und das Rentenantrittsalter von 63 auf 65 Jahre angehoben werden.

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