Türkei will Iran wegen zu hoher Gaspreise verklagen

Der russische Erdgas-Rabatt bringt Iran in Bedrängnis. Jetzt soll auch er die Preise senken. Im Notfall soll ein Schiedsgericht entscheiden.

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Angesichts der Weigerung Irans, die Gaspreise zu senken, muss ein internationales Schiedsgericht in diesem Fall entscheiden, so der türkische Energieminister Taner Yıldız. Diese Aussage machte Yıldız am Vorabend des Treffens mit dem iranischen Außenminister, der an diesem Dienstag in die Türkei reiste (im Oktober ließ die Türkei schon einen Gasvertrag mit Russland auslaufen – mehr dazu hier). Die beiden Länder wollen sich über die wirtschaftliche Zusammenarbeit unterhalten.

„Wir haben eine enge Zusammenarbeit mit dem Iran im Bereich des Erdgases und haben bereits unsere Bedenken bezüglich der hohen Erdgaspreise geäußert. Sie sind nicht einer Meinung mit uns“, so Yıldız.

Das Thema stand ursprünglich nicht auf der Tagesordnung des Treffens der türkisch-iranischen Wirtschaftskommission, welches an diesem Mittwoch beginnt. Doch hat der Rabatt, der Russland vor nicht allzu langer Zeit für die Türkei gemacht hatte, einen „erheblichen Unterschied“, so die Offiziellen, zum iranischen Gaspreis geschaffen. Außerdem hätte der Iran nicht die vereinbarte Menge geliefert (für politische Spannungen zwischen dem Iran und der Türkei sorgte ein NATO-Raketenabwehrsystem – mehr dazu hier). Einmal bereits hätte die Türkei einen Schiedsgerichtsprozess gegen den Iran gewonnen, weil der Iran Erdgas in schlechterer Qualität geliefert hatte.

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