US-Präsidentschafts-Kandidat kritisiert weiter: „Türkei verdient kein Vertrauen“

Nach seinen umstrittenen Aussagen über die Türkei, legt der US-Präsidentschaftskandidat Rick Perry weiter nach. Die Türkei müsse sich entscheiden, ob sie die westlichen Werte, um die es Amerika geht, widerspiegeln möchte.

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Der amerikanische Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Rick Perry, beißt sich immer mehr in seiner Kritik an der Türkei und der türkischen Politik fest. Am Dienstag bekräftigte Perry nochmals, die Regierung des Ministerpräsidenten Tayyip Erdoğan verdiene keinen Respekt. Auf die Frage des CNN-Journalisten Wolf Blitzer, ob er sich „versprochen“ habe, antwortete Perry: „ganz und gar nicht“ und bezog sich auf Ehrenmorde und die Haltung Ankaras gegenüber Israel, sowie die Tatsache, dass Erdoğan den Vorfall der Gaza Hilfsflotte als Kriegsakt bezeichnet hatte. Auch widerholte Perry seine Aussage, dass sich die Türkei zusehends von dem pro-westlichen Standpunkt Atatürks entfernen würde.

Rick Perry hatte in einer Fernsehdiskussion der verschiedenen republikanischen Kandidaten gesagt, die Türkei werde von islamistischen Terroristen regiert (mehr dazu hier). Daraufhin hatte Erdoğan die Aussagen Perrys als „unbegründet und unangemessen“ bewertet und gesagt, die USA hätten keine Zeit mit solchen Menschen zu vergeuden, die nicht einmal die Verbündeten der USA kennen (mehr dazu hier).

Blitzer machte im Gespräch mit Perry nun auch darauf aufmerksam, dass die USA die Türkei so gut wie gar nicht finanziell unterstützen würde, wie Perry behauptet hatte, doch Perry beharrte auf seinem Standpunkt: Etwa vier Milliarden US-Dollar Hilfe hätten die USA der Türkei gegeben und weitere sieben Milliarden Militärhilfe. „Das ist nicht  zu unterschätzen“, so Perry, der in den Gegenangriff überging: „Sagen Sie, sitzen Sie hier und verteidigen Ehrenmorde?“ Er mache das genauso wenig wie die türkische Regierung, so Blitzer. „Die Türkei muss sich entscheiden, ob sie ein Land sein möchte, dass die westlichen Werte, um die es Amerika geht, widerspiegeln möchte“, bekräftigte Perry seine Ausführungen.

Die Regierung von Obama hat sich bereits von den Aussagen Perrys distanziert. Der Sprecher des State Department sagte, dass die Administration von Obama nicht der Meinung ist, dass die Türkei von terroristischen Islamisten regiert wird.

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