Türkische Inflation und Arbeitslosenrate werden schöngerechnet

Eine Anpassung an das EU-Berechnungssystem (Eurostat) wird ab 2013 die Arbeitslosenquote und die Inflationsrate in der Türkei um ein bis zwei Prozentpunkte senken.

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Das Statistikinstitut der Türkei möchte ab 2013 einige Datenerhebungsmethoden an die Standards der Europäischen Union (EU) anpassen. Dadurch würden laut Statistik die Arbeitslosigkeit und die Inflationsrate in der Türkei sinken (vor kurzem war die Arbeitslosenquote gestiegen, mehr hier, davor aber auf 8,8 Prozent gesunken, mehr hier). Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

In Zukunft möchte die Türkei Menschen nur dann als arbeitslos zählen, wenn diese im vergangenen Monat als arbeitssuchend gemeldet waren. Bisher wurden alle Türken mitgezählt, die irgendwann in den vergangenen drei Monaten auf Arbeitssuche waren.

Auch für die Berechnung der Inflation ändert sich in Zukunft der Intervall: So werden die Beispielpreise für 15 Produkte aus dem durchschnittlichen Warenkorb nun vier Mal pro Monat berechnet. Bisher erfolgte die Berechnung nur zwei Mal monatlich. Damit sollen außergewöhnliche Preisschwankungen minimiert werden, sagte Cengiz Erdogan, der Leiter des Inflationsteams.

In der Türkei waren im Oktober 2011 9,1 Prozent der Menschen als arbeitslos registriert. Im Jahr zuvor lag die Arbeitslosigkeit im Oktober noch bei 11,2 Prozent. Mit den neuen Eurostat-Berechnungen würde die Arbeitslosenrate noch nochmals ein bis zwei Prozentpunkte niedriger liegen.

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