UN-Chef Ban Ki-Moon ist entmutigt: Zypern kostet uns viele Nerven

Seit Jahrzehnten wird über die Situation von Zypern diskutiert. Langsam verliert die UN die Geduld. Ob die fünfte Verhandlungsrunde etwas bewegen wird?

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Ban Ki-Moon verliert in der Zypernfrage allmählich die Geduld. (Foto:Flickr/World Economic Forum)

Ban Ki-Moon verliert in der Zypernfrage allmählich die Geduld. (Foto:Flickr/World Economic Forum)

In den USA gehen heute die Zypernverhandlungen zwischen dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, dem Präsidenten der Türkischen Republik Zypen, Derviş Eroğlu (Er ist der dritte Präsident des türkischen Teils der Insel nach dem jüngt verstorbenen Gründers Rauf Denktaş, mehr hier), sowie dem Präsidenten der Republik Zypern, Dimitris Chirstofias in die fünfte Runde. Sie wollen über die Zukunft der geteilten Insel sprechen. Das Treffen findet in der Greentree-Farm in Manhasset in New York statt. Mit dabei ist außerdem Alexander Doyner, Zypern-Berater der UN.
Wie der Nachrichtensender ntv mit Berufung auf diplomatische Kreise berichtet, wird der UN-Generalsekretär seine Ungeduld in der Zypernsache zur Sprache bringen. Seine Botschaft: „Diese Sache kostet die UN viele Nerven“. Es wird erwartet, dass Ban Ki-Moon den Druck auf die beiden Politiker erhöhen wird.

Sowohl die USA als auch die EU hatten bereits vorher den Politikern signalisiert, sie sollten die Verhandlungen nutzen, um zu einer Lösung des Problems zu gelangen. (Die zypriotische EU-Ratspräsidentschaft bringt die Türkei in ein Dilemma, mehr hier) Die Verhandlungen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Presse stattfinden. Für das Ende des ersten Tages ist eine Presseerklärung von Alexander Downer vorgesehen. Am Ende der zweitätigen Verhandlungen soll UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon eine ausführliche Pressekonferenz über den Ausgang der Gespräche geben.

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