Trotz Fahrverbot für Frauen: Saudische Autofahrerin stirbt bei Unfall

Frauen dürfen in Saudi Arabien nicht Auto fahren. Manche tun es trotzdem und landen im Gefängnis. Doch immer wieder sterben auch Frauen bei Autounfällen

Aus Protest gegen das Fahr-Verbot für Frauen, setzen sich in Saudi Arabien einige Frauen ganz bewusst hinter das Steuer. Allerdings kommt es dabei immer wieder zu Unfällen.

Am Montag ereignete sich ein erneuter Unfall: Die Fahrerin hat überlebt, während die Beifahrerin getötet wurde. Der Unfall ereignete sich in der nördlichen Provinz Hael, wie die Tageszeitung Hürriyet berichtet. (Zuletzt hatte der saudische König Abdullah  Frauen das Wahlrecht gewährt, mehr hier)

„Eine Frau wurde sofort getötet und die Fahrerin wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert. Sie hatte zahlreich Verletzungen“, zitiert die Tageszeitung Hürriyet den Polizeisprecher Abdulaziz al-Zunaidi.

Saudi Arabien ist das einzige Land auf der Welt, in dem es Frauen verboten ist, Auto zu fahren. Dennoch wagen sich die Frauen besonders in der von der Hauptstadt entfernten Wüstenregion hinter das Steuer.

Immer wieder kommen Frauen, die sich dem Verbot widersetzen, bei einem Unfall ums Leben. Aktivistinnen protestieren weiter gegen das Verbot. Ihre Führerin Manal al-Sherif, eine 32 jährige Computerspezialistin, verbrachte zehn Tage in Haft, weil sie ein Video von sich bei Youtube reingestellt hatte, in dem sie in der Stadt Khobar im Osten des Landes Auto fährt. Im Juni wurden fünf Frauen festgenommen.

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