Ehemaliger griechischer Premier: Ein Krieg mit der Türkei würde nur zwei Stunden dauern

Scheinbar aus heiterem Himmel spricht der ehemalige griechische Ministerpräsident Simitis von einer möglichen militärischen Auseinandersetzung zwischen seinem Land und der Türkei. Dabei ist das Verhältnis der beiden Länder seit langem entspannt. Wozu also die Provokation?

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Der ehemalige Ministerpräsident Griechenlands hat sich nach einer Meldung der Tageszeitung Zaman zu einer militärischen Konfrontation mit der Türkei angesichts der schlechten Wirtschaftslage seiner Heimat geäußert. Im Falle einer möglichen Konfrontation hätte sein Land keine Chance gegen die Waffengewalt der Türkei. (Angesichts der schlechten Wirtschaftslage in Griechenland wandern auch immer mehr „Gastarbeiter“ in die Türkei aus, mehr hier)

„Sollte ein Krieg mit der Türkei ausbrechen, wären die griechischen Waffen von keinem Nutzen. Solch ein Krieg würde gerade einmal zwei bis drei Stunden dauern“, zitiert ihn die Tageszeitung auf einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin.

Griechenland Opfer des Aufrüstungswettkampfs mit Türkei

Gemessen am Verhältnis von Militärausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), hat Griechenland die höchsten Militärausgaben in ganz Europa. Gewissermaßen wurde es zum Opfer ihres Aufrüstungswettkampfs mit der Türkei. Er behauptete, die Türkei versuche die Konflikte zwischen den beiden Ländern zu schüren. „Griechenland sollte seine Mittel nicht für Waffen ausgeben, sondern sollte sich der EU zuwenden, um ihre Probleme zu lösen. Die EU sollte Griechenland externe Sicherheit garantieren.“

In welchem Zusammenhang der ehemalige Ministerpräsident auf eine mögliche militärische Auseinandersetzung eingeht, ist nicht ersichtlich. Immerhin hat sich die politische Lage zwischen den Rivalen von einst deutlich entspannt. (Erst kürzlich hat die Türkei eine ehemalige griechische Schule wieder eröffnet, mehr hier)

Konstantinos Simitis war zwischen 1996 und 2004 Ministerpräsident Griechenlands.

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