Sieg für TV-Koch Jamie Oliver: McDonald’s muss Burger-Rezept ändern

In seiner Heimat Großbritannien hat Fernsehkoch Jamie Oliver schon einiges bewegt. Der "Tim Mälzer von der Insel" bemühte sich um gesünderes Schulessen und kümmert sich in seinem Restaurantprojekt "Fifteen" um sozial benachteiligte Jugendliche. Jetzt ist ihm auch in den USA ein erster Durchbruch gelungen.

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Seit Jahren ist Jamie Oliver auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aktiv. In kulinarischen Reisen hat er die Eigenheiten und Faszinationen der US-Küche bereits erkundet – zu sehen derzeit auf dem deutschen Frauenkanal „Sixx“ – jetzt ist es ihm gelungen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Er bezwang die größte Fast Food Kette der Welt. Dank der Hartnäckigkeit des vierfachen Vaters musste McDonald’s in den USA nun seine Burger-Rezeptur verändern (in Großbritannien, wo die angeprangerten US-Methoden nicht zum Einsatz kommen, schockierte jetzt eine 17-Jährige, die sich seit 15 Jahren nur von Chicken Nuggets ernährt – mehr hier).

Der Burgerriese war  gezwungen seine Inhaltsstoffe zu überdenken, nachdem der Star-Koch sie dazu aufforderte nicht länger eine Zutat zu verwenden, die er selbst als „rosa Schleim“ bezeichnete. Jamie Oliver war schockiert als er herausfand, dass McDonald’s Ammoniumhydroxid einsetzte, um minderwertiges Rindfleisch, das eigentlich als Hundefutter endet, für Menschen genießbar zu machen.

„Jamie Oliver’s Food Revolution“ deckt Missstand auf

In seiner Show „Jamie Oliver’s Food Revolution“ deckte der Experte den Missstand auf und sorgte so für Schlagzeilen. „Wir nehmen hauptsächlich ein Produkt, das in seiner billigsten Form auch für Hundefutter verwendet wird, nach dem Prozess können wir es Menschen servieren“, erklärt dort der TV-Koch und führte dem Publikum den blanken „rosa Schleim“ vor, der durch die Beigabe von Ammoniumhydroxid durch den Hersteller Beef Products Inc (BPI) entsteht.

Jetzt, nach einer monatelangen Kampagne im Rahmen seiner US-Show, hat sich McDonald’s endlich geschlagen gegeben und den Zusatz aus seiner Rezeptur gestrichen. Mikrobiologe Gerald Zirnstein, vom US-Landwirtschaftsminiserium, ist der gleichen Ansicht wie Jamie Oliver. Ammoniumhydroxid-Zusätze sollten verboten werden. Seiner Ansicht nach sei der Einsatz solcher Produkte, die in den USA nicht einmal gekennzeichnet werden müssen, sogar eine Form von Etikettenschwindel.

Jamie Oliver ist unterdessen hocherfreut, dass McDonald’s so reagiert hat. „Warum sollte ein vernünftiger Mensch seinen Kindern mit Ammoniumhydroxid versetztes Fleisch in den Mund stecken wollen? Die amerikanische Öffentlichkeit muss verstehen, was ihre Lebensmittelindustrie da tut.“

McDonald’s USA will Produktqualität jederzeit garantieren

McDonald’s bestreitet allerdings, dass die Entfernung in Zusammenhang mit der Kampagne des Briten steht. Todd Bacon, Abteilungschef Qualitätsmanagement und Zulieferkette USA, erklärt: „Bei Mc Donald’s hat Lebensmittelsicherheit schon immer oberste Priorität und das wird auch so bleiben. Die Entscheidung, BPI-Produkte aus dem McDonald’s-System zu entfernen steht nicht im Zusammenhang mit einem bestimmten Ereignis, sondern mit unseren Bemühungen unsere globalen Rindfleisch Rohstoff-Standards anzupassen.“ Das Unternehmen erfülle alle staatlichen Anforderungen und alle Bestimmungen der Lebensmittelsicherheit. Darüber hinaus hätte man vor Ort eigene Maßnahmen zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit und-standards innerhalb der Zuliefererkette, die die gewünschte Produktqualität garantieren sollen.

Betroffen war übrigens nicht nur Mc Donald’s. Zwei weitere Ketten, Burger King und Taco Bell, beugten sich dem Druck jedoch früher und verzichteten auf Ammoniumhydroxid-Produkte.

In dieser Folge führt Jamie Oliver drastisch vor Augen, was seine Zuschauer wirklich auf den Teller bekommen:

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