Türkei: US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney investiert in Turkcell

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat in den türkischen Telekommunikationskonzern Turkcell, den größten Mobilfunk-Netzbetreiber auf dem lokalen Markt, investiert. Das wurde nun durch die Offenlegung seiner Steuersätze bekannt.

Die Entscheidung für eine Investition in den türkischen Kommunikationsriesen (die am schnellsten wachsenden Branche der Türkei – mehr hier) fiel bereits vor längerer Zeit. Offenbar wurden Mitt Romneys Investitionen jedoch erst jetzt, nachdem er sich im Zuge der kürzlichen Niederlage bei den Vorwahlen der Republikaner gegen seinen Überraschungsrivalen Newt Gingrich in  South Carolina entschieden hatte, seine Steueraufzeichnungen der Jahre 2010 und 2011 zu veröffentlichen. In diesen zeigte sich nun, dass der frühere Gouverneur von Massachusetts auch Turkcell-Aktien sein eigen nennt.

Steuersatz von 13,9 %: Romney verliert Sympathiepunkte

Geschäfte mit Banken oder anonymen Konten im Ausland, zum Beispiel in der Schweiz, um so steuerliche Vorteile zu nutzen, sind für reiche Amerikaner Gang und Gäbe. Die Offenlegung von Romneys Finanzen, sein Vermögen wird auf mindestens 250 Millionen Dollar geschätzt, andere sprechen gar von bis zu 350 Millionen Dollar, ergab auch, dass der Politiker recht findig war, Möglichkeiten auszumachen, die ihm saftige Steuerersparnisse bescherten. So betrug sein Steuersatz im Jahr 2010 13,9 und 2011 15,4 Prozent, während die meisten US-Bürger mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 35 Prozent leben müssen. Ein Umstand, der ihn nun massiv Popularitätspunkte einbüßen ließ (Fans von US-Präsident Barack Obama wollen derzeit mit einem YouTube-Mashup für ihren Favoriten werben – mehr hier).

Romney, der allein in den vergangenen zwei Jahren 42,6 Millionen US-Dollar verdiente, hat allerdings nicht nur in der Türkei investiert (Turkcell kündigte bereits im vergangenen Spätsommer an, den libyschen somalischen Markt erobern zu wollen – mehr hier, auch mit Deutschland ist man bereits eine Kooperation eingegangen – mehr hier). Auch die National Bank of Greece, die älteste und größte kommerzielle Bank in Griechenland, sowie die Chinese Life Insurance Company, der größte Lebensversicherer Chinas mit Sitz in Peking, gehörten laut seinen Unterlagen in sein Finanzpaket.

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