Türkei bestreitet 300 Millionen US-Dollar-Unterstützung an Hamas

Die Türkei soll die Hamas in Zukunft mit einer jährlich festgelegten Summe unterstützen, heißt es in israelischen Medien. Das türkische Außenministerium dementiert die Behauptung. Die Türkei unterstütze jedoch humanitäre Projekte in Gaza. Israel versuche durch die Blockade die Region unterentwickelt zu lassen.

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Israelische Medien, die sich auf türkische Informanten berufen, berichteten, die Türkei wolle die Hamas jährlich mit 300 Millionen Dollar unterstützen. Die Zeitung Haaretz schreibt, bei dem Treffen mit Hamas-Führer Haniyya sei der Organisation die Summe erneut versprochen worden (die Türkei war Teil der Tour durch muslimische Staaten – mehr hier). Shimon Peres bestätigte diese Vermutung in einem Interview mit CNN am Freitag. Die Hamas erhalte 900 Millionen Dollar im Jahr, diese hauptsächlich aus dem Iran, Katar und der Türkei.

Die Türkei bestreitet die Spenden vehement. „Die Türkei ist einer der größten Vertreter der palästinensischen Frage“, erklärte Abdullah Gül der Nachrichtenagentur Cihan am Sonntag. „Die Hamas ist eine politische Körperschaft, die durch die Stimmen der Bevölkerung an die Macht gekommen ist“, so Gül. Er nimmt damit Bezug auf die Meinung, die Hamas habe ihren Einfluss aufgrund von terroristischen Aktivitäten. Er sagte weiter: „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Hamas, aber wir müssen warten und sehen, was daraus wird.“

Die Frage der finanziellen Unterstützung der Hamas beantworteten Vertreter des Außenministeriums mit einem klaren Dementi. „Es gibt keine finanzielle Hilfe für die Hamas. Die Türkei ist aber an Projekten beteiligt, die humanitäre Hilfe in Gaza leisten“, so die Erklärung an die türkische Zeitung Zaman. Das Außenministerium betonte zudem, die Gaza-Blockade hindere die Region, sich wirtschaftlich zu entwickeln, wodurch diese langfristig unterentwickelt bleibe. Die Türkei unterstütze ein Projekt, das den Bau eines 40 Millionen Dollar Krankenhauses plane. Jedoch könnten die Baumaterialien durch die Blockade nicht nach Gaza gebracht werden (Hamas-Vertreter äußerten wiederholt den Wunsch, Erdoğan in Gaza begrüßen zu wollen – mehr hier).

Medienberichten zufolge zieht sich die Hamas-Führung derweil allmählich aus Syrien zurück. Unter den Überlegungen zu einem neuen Sitz sei auch die Türkei. Möglich wäre auch Ägypten, Jordanien oder Katar für den neuen Hamas-Sitz.

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