Fußball-Krise in der Türkei: Morddrohung und der Abschied eines Präsidenten?

Nach heftigen Auseinandersetzungen und Streitigkeiten am 26. Januar bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der TFF steht heute eine Entscheidung an: Bleibt der TFF-Präsident Mehmet Ali Aydınlar oder nicht?

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Eines ist eindeutig, das Krisenmanagement des türkischen Fußballverbandes hat versagt. Der ehemalige Präsident Mahmut Özgener drückte sich vor der Verantwortung und übergab das Skandal-Problem an Aydınlar (dieser hatte erklärt, der TFF erlebe derzeit die schwerste Krise seit seiner Gründung – mehr hier).

Die Vorstandsetage der TFF hat sich soeben versammelt um für die Vorfälle am 26. Januar (unter anderem die Morddrohung von Kenan Yaralı an Nedim Türkmen) eine Entscheidung zu fällen (Vertreter des türkischen Fußballs hatten darüber entschieden, dass das Sportgesetz nicht geändert wird – mehr hier). Womöglich denkt Aydınlar an das  Verlassen des Amtes als Präsident beim türkischen Fußballverband. Bei der Generalversammlung vor einigen Tagen gab es auch seitens des BJK-Präsidenten Demirören den Neuwahl-Wunsch. Mehmet Ali Aydınlar wurde auch schon mit der Vertrauensfrage konfrontiert und konterte mit den Worten: „Wir sind mit Ehre und Stolz gekommen, so gehen wir auch wenn nötig.“

Der Verband der Vereine (trk. Kulüpler Birliği) gab an, dass Aydınlar weitermachen müsse und dass man ihn dabei unterstützen werde. Was nun in der Türkei passieren wird, ist unklar. Geht der Präsident so ist es keine Überraschung, dass der Sportminister die Sache an sich reißt und eine politische Entscheidung gefällt wird. Wie die Reaktion der UEFA aussehen wird ist auch kein Geheimnis. Der türkische Verband und damit alle türkischen Klubs werden für fünf bis acht Jahre aus allen UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen. Hinzu kommt die Ebene der Nationalmannschaft bei der FIFA! Man muss also gewaltig aufpassen und das Manipulations-Problem als TFF lösen.

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