Kein Unterschlupf für Hamas-Chef Khaled Mashaal in der Türkei!

Wie eng die Verbindung der türkischen Regierung zur palästinensischen Hamas ist, wird seit einiger Zeit diskutiert. Ob die Worte des türkischen Parlamentssprechers Zweifel über eine enge Verbindung zwischen den beiden aus dem Weg räumen können?

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Seit langem wird darüber debattiert, ob die Hamas ihr Hauptquartier von Damaskus in die Türkei verlegen wird. Der türkische Parlamentssprecher Bülent Arınç bringt nun Klarheit in die Angelegenheit: „Khaled Mashaal wird mit Sicherheit nicht in der Türkei unterkommen“, zitiert ihn die Tageszeitung Zaman.

Diese deutlichen Worte des Parlamentssprechers kommen zu einer Zeit, in der das Gerücht umgeht, die Türkei würde die Hamas finanziell unterstützen. Alles Gerücht, sagt Arınç. (Die Türkei bestreitet, die Hamas mit 300 Millionen US-Dollar zu unterstützen, mehr hier)

Dennoch hat die Türkei ein engeres Verhältnis zu der Hamas als beispielsweise viele andere NATO-Mitgliedsstaaten. Während die Türkei die Hamas als legale politische Partei anerkennt, die rechtmäßig aus den Wahlen von 2006 hervorgegangen ist, betrachten Israel, die USA und die EU die Hamas als gewalttätige Terrororganisation. Israel wiederrum sagt, eine Einheitsregierung mit der Hamas zerstöre die letzte Hoffnung auf Frieden.

Auch äußerte sich Arınç zu der Rolle, die die Türkei zwischen den Palästinensern und Israel spielen soll. „Das Ziel der Türkei ist es, den Friedensprozess zwischen Israel und den vereinten palästinensischen Gruppen herzustellen“, so Arınç. Er betonte, dass die Hamas und ihre Führer „signifikante Figuren“ in diesem Prozess seien. Allerdings gingen die Beziehungen der Türkei nicht über darüber hinaus.

Mashaa befindet sich seit 2001 in Damaskus aus Angst um seine Sicherheit in Gaza. Doch auch Damaskus scheint ihm mittlerweile nicht mehr sicher genug zu sein. Seit 1996 ist er Hamas-Führer und ist Verantwortlich für Aktionen gegen Israel.

Die Frage bleibt, ob die Worte des Parlamentssprechers auch diejenigen überzeugen können, die glauben, dass die Türkei enge Verbindungen zur Hamas pflegt und nicht nur die Rolle des Vermittlers in dem Konflikt einnehmen möchte.

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