Beşiktaş-Präsident Demirören: UEFA-Wettbewerbe ohne die Türkei!

Das Image des türkischen Fußballs leidet unter dem Manipulationsskandal. Der Versuch, die Auswirkungen der strafrechtlichen Untersuchungen so gering wie möglich zu halten, macht alles nur noch schlimmer. Demirören ist der Meinung, die Sache erfordert vollste Konzentration, wenn nötig, sollten sich die türkischen Vereine eine Zeit lang aus den europäischen Wettbewerben zurückziehen.

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In der Welt des türkischen Fußballs herrscht derzeit Chaos. Die vergangenen Tage wurden bestimmt von Rücktrittssforderungen an den Präsidenten des Türkischen Fußballverbands Mehmet Ali Aydınlar. Diese Forderungen wurden am Montag endgültig abgelehnt, der Verband steht hinter ihm.

Es bleibt das Chaos, die ungeklärten Zusammenhänge und Verwicklungen in die Fußballmanipulation (seit der Gründung 1923 gab es noch keine schwerere Krise – mehr hier). Yıldırım Demirören, Beşiktaş-Präsident und Vorsitzender des Verbands der Vereine (trk. Kulüpler Birliği), meint, es scheitere daran, dass die Vertreter des Fußballs nicht zusammenhalten. Auch in der außerordentlichen Generalversammlung habe man nicht einheitliche Entscheidungen treffen können (hier äußerte auch Demirören den Wunsch einer Neuwahl des TFF-Präsidenten – mehr hier).

Der Tageszeitung Akşam erklärte er: „Es gibt einen Ausweg aus dieser Krise. Ich bin der Auffassung, dass jeder endlich aufhören muss, für die eigene Mannschaft zu arbeiten. Wir müssen aufhören, an die Fans zu denken. Das ist ein Anfang. Danach können wir beginnen, über den türkischen Fußball zu diskutieren.“

Die Arbeit im eigenen Land sei derzeit wichtiger als alles andere. Wenn es nötig sei, müssten sich die türkischen Vereine ein bis zwei Jahre aus den UEFA-Wettbewerben zurückziehen (bisher wurde nur entschieden, dass Zwangsabstieg für betroffene Vereine bleibt, das Sportgesetz werde allerdings nicht geändert – mehr hier). Danach könnte wieder an das Spiel gedacht werden. Wird jedoch versucht, die Verstrickungen nur nebenbei ohne volle Konzentration auf das Thema zu klären, könnte das schwerwiegende Konsequenzen haben.

Die türkische Fußballwelt und vor allem auch die Fans müssen im Moment vor allem verstehen, dass es um mehr geht, als um kleine Geldstrafen. Das Image der türkischen Vereine leidet ohnehin schon unter den illegalen Machenschaften. Allein eine grundlegende Aufklärung und angemessene Strafen für die Verantwortlichen können dieses Image international wieder aufpolieren.

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