ATV-Sabah-Verkauf: Bieterkampf zwischen News Corp, Time Warner und TPG Capital

Mehrere US-Firmen reißen sich um die türkische Media-Gruop Sabah-ATV. Im Februar könnte der Milliarden-Deal abgeschlossen sein. Sollten die Firmen nicht hoch genug bieten, könnte es sein, dass der Verkauf verschoben wird.

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Die Çalık Holding hatte 2007 für die Sabah-ATV Media Group 1,1 Milliarden Dollar gezahlt. Türkischen Medienberichten zufolge will die Holding keinen Verlust mit dem Verkauf machen (Erdoğans Schwiegersohn leitet die Holding – mehr dazu hier). Eine Quelle, die den Prozess des Verkaufs detailliert verfolgt, erklärte: „Die TPG, News Corp und Time Warner haben ihre Angebote abgegeben. Ich weiß, dass TPG sehr aggressiv in der Sache vorgeht.“ Im Februar solle dann endgültig an einen der Bieter verkauft werden.

Eigentlich sollten die Angebote schon spätestens am 18. Januar eingegangen sein. Die Frist wurde auf Ende Januar verschoben (Rupert Murdoch hat bereits Anteile am türkischen Sender „Fox TV“ – mehr hier). So sollte der Preis offenbar in die Höhe getrieben werden.

Eine andere Quelle betonte, Time Warner habe zwar ein Angebot abgegeben, sei aber noch unsicher, was den Kauf betreffe. TPG und News Corp seien weitaus interessierter. Mit der News Corp hat Rupert Murdoch bereits durch Anteile am türkischen Sender Fox TV Einfluss in der türkischen Medienwelt (mehr hier). Seinen Einfluss würde er mit dem Sabah-ATV-Kauf weiter ausbauen (ein anderer US-Investor hat über 60 türkische Schule gekauft – mehr hier).

Ein Feedback der Çalık Holding wird schon in den kommenden Tagen erwartet. Sollten die Angebote nicht den Erwartungen des Unternehmens entsprechen, könnte es sein, dass das Unternehmen den Verkauf auf Eis legt.

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