Rücktritt: TFF-Präsident Mehmet Ali Aydınlar gibt auf

Am Dienstag haben Mehmet Ali Aydınlar, Lutfi Arıboğan und Göksel Gümüşdağ beim türkischen Verband ihre Ämter niedergelegt. Aydınlar ist damit nicht mehr Präsident des Türkischen Fußballverbands (TFF). Alles deutet daraufhin, dass Aydınlar die Mannschaften, insbesondere Fenerbahçe, nicht bestrafen will und kann. War Befangenheit im Spiel?

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Am 27. Februar sind Neuwahlen für den türkischen Fußball. Damit ergeben sich zwei entscheidende Fragen für die Fußballwelt: Welche Konsequenzen hat der Manipulationsskandal und wie wird sich der TFF entwickeln. Als autonome Macht im Fußball hat man es geschafft, wirkungslos zu bleiben. Wie die Reaktionen der Verbände UEFA und FIFA aussehen werden, ist absehbar. Der TFF konnte das interne Problem nicht lösen und übergibt damit das Ruder an externe Entscheidungsmächte.

Der Auschluss von Trabzonspor und Beşiktaş aus den europäischen Turnieren steht bevor (Beşiktaş-Präsident Demirören findet das besser, als die Krise zu ignorieren – mehr hier). Denn die UEFA erklärte, der TFF sei autonom und müsse dieser Rolle gerecht werden. Es wäre also nicht überraschend, wenn die UEFA Befangenheit in den Entscheidungsmechanismen festellt und aus diesem Grund vorbeugend aktiv wird.

Nach der außerordentlichen Generalversammlung hatte der Verband Aydınlar vollste Unterstützung zugesagt und er kurz darauf entschieden, nicht zurückzutreten (in der Versammlung wurde entschieden, das Sportgesetz nicht zu ändern – mehr hier). Die Reaktionen aus den Medien hätten das Fass allerdings zu Überlaufen gebracht, erklärt er zu seinem Rücktritt auf der Internetseite des TFF. Die „Beleidigungen und Unterstellungen“ hätten ihn erneut zum Nachdenken gebracht. Er habe es nicht länger aushalten können weiterhin in einer Umgebung, in der ihm kein Vertrauen geschenkt wird, zu arbeiten.

http://www.youtube.com/watch?v=T6V6Gor3QpM

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