Mysteriöser Männerschwund: 25.000 Türken in der Stadt Kütahya vermisst

Das kann doch nicht sein, sagt sich jeder, der sich die neue Statistik zu den Bevölkerungszahlen in der Türkei anschaut. Die Stadt Kütahya hat innerhalb eines Jahres 25.000 Männer weniger und 3.000 Frauen mehr. Politiker befürchten, das türkische Statistikamt hat nicht genau gearbeitet.

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„Sind wir im Krieg oder wie kommt es, dass wir 25.000 Männer weniger haben?“, fragte der Kütahya-Abgeordnete Hasan Fehmi Kinay. Anders kann er sich die Entwicklung innerhalb eines Jahres nicht erklären. Es passe auch überhaupt nicht dazu, dass das Statistikamt einen allgemeinen Bevölkerungszuwachs von einer Million Menschen festgestellt habe (damit liegt die türkische Bevölkerung schon fast bei 75 Millionen – mehr hier).

Politiker und Bevölkerung rätseln, wie es zu den Zahlen kommen kann. Der Gouverneur von Kütahya, Bezirksbürgermeister und Abgeordnete fordern eine schnelle Aufklärung vom türkischen Statistikamt. Kinay erklärte zudem, es komme insbesondere in Kütahya in den vergangenen Jahren immer wieder zu falschen Zählungen. Dem könnten bestimmte Umstellungen bei den Meldeämtern zugrunde liegen. Der Zählung zufolge müsste die Bevölkerung von Kütahya um 20 Prozent abgenommen haben.

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