Waldbrände: Griechische Stadt verklagt Türkei wegen Brandstiftung

Der ehemalige türkische Ministerpräsident Mesut Yilmaz sprach in einem Interview davon, dass türkische Geheimdienste in Waldbrände in Griechenland verwickelt gewesen sein sollen. Die Stadt Zacharo fordert nun gerichtlich Entschädigung ein.

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Die türkische Zeitung „Birgün“ veröffentlichte ein Interview mit dem ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Mesut Yilmaz mit dem Titel „Brandstiftung in griechischen Wäldern war ein Staatsgeheimnis“. Die Brände seien in der Regierungszeit von Ministerpräsidentin Tansu Ciller in den 90er Jahren gelegt worden.

In der vergangenen Woche hatte der griechische Außenminister Stavros Dimas Ahmet Davutoğlu aufgefordert den Hintergrund der Behauptungen zu untersuchen. Yilmaz erklärte später, er sei von der Zeitung falsch zitiert worden. Er habe Waldbrände griechischer Agenten in der Türkei gemeint. „Hürriyet“ berichtete, Davutoğlu habe seinen Amtskollegen auf das Dementi von Yilmaz hingewiesen. Der ehemalige Leiter des griechischen Geheimdienstes, Leonidas Vasilikopoulos, bestätigte, er habe Kenntnis davon gehabt, dass türkische Agenten in die Waldbrände verwickelt gewesen seien. Er habe bisher jedoch keine Beweise gehabt.

Griechische Medien berichten jetzt, Stadt Zacharo auf der Halbinsel Peloponnes habe die Türkei auf Entschädigung verklagt. Bei verheerenden Waldbränden kamen hier 2007 über 30 Menschen ums Leben.

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