Türkei: Mehr Rechte für Nicht-Muslime

Ertmals tritt in der Türkei ein Nicht-Muslim zur Wahl als Vorsitzender der Hauptverwaltung der Stiftungen an. Laki Vingas meint, die Situation der Minderheiten verbessere sich zunehmend.

Nach Jahren des Misstrauens und der Distanz würden die nicht-muslimische Community und die Regierung stärker zusammenhalten, meint Laki Vingas. Er ist der erste nicht-muslimische Türke, der sich zur Wahl als Mitglied im Rat der Generalversammlung des VGM (Hauptverwaltung der Stiftungen) stellt.

„Seitdem wir ein neues Gesetz haben, haben wir eine neue Chance. Das erste Treffen der VGM-Vertreter mit der nicht-muslimischen Community in Istanbul von 2009 hat kürzlich Früchte getragen.“ Weiter sagt er: „Was unerreichbar schien ist errreichbar geworden.“ Vingas bezieht sich damit auf das Gesetz von 2008, nach dem nicht-muslimische Stiftungen wieder Anrecht auf enteignetes Eigentum haben. Nationalistische Strömungen im Parlament versuchten damals das Gesetz zu verhindern.

Der „Zaman“ erklärt er: „Noch vor ein paar Jahren wurden unsere Stiftungen von einigen in der Türkei als ‚fremd‘ angesehen. Heute treffen sich die höchsten Vertreter des Landes mit Offiziellen der nicht-muslimischen Community.“

Mehr zum Thema:

Türkei: Homosexuelle fordern Schutz vor Gewalt und Diskriminierung
Mor Gabriel Kloster: Christen in Mardin in Aufruhr
Gesetzesentwurf zum Schutz christlicher Minderheiten passiert US-Kongress

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.