Malediven zu freizügig: Islamisten wollen Wellness-Tempel schließen!

Sie sind das Hochzeitsparadies schlechthin - die Malediven. Doch mit dem luxuriösen Urlaubsspaß in Wellnesshotels und aufwendigen Spas könnte es bald vorbei sein. Islamisten haben Druck auf die dortige Regierung ausgeübt, Hunderte dieser Stätten zu schließen.

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Die Inseln sind bekannt für ihre langen weißen Sandstrände, ihr glasklares Wasser und Luxusangebote, wie man sie andernorts nur selten vorfindet. Hochzeitspaare und Prominente aus der ganzen Welt fliegen auf die Malediven, um dort nicht selten mehrere 1000 Dollar pro Nacht zu bezahlen.

Doch jetzt, so berichtet die „Daily Mail„, könnte der Traum vom perfekten Urlaub bald Geschichte sein. Denn Beamte der Inselgruppe haben jetzt verfügt, dass die Luxus-Spas, Gesundheitszentren und Massage-Salons von Hunderten Hotels geschlossen werden müssen. Die Regierung hat damit dem anhaltenden Druck radikal islamischer Oppositionsparteien nachgegeben, die die Ansicht vertreten, die Einrichtungen wären zu freizügig.

Sorge wegen Alkohol, Schweinefleisch, Drogen und Prostitution

„Es ist zu befürchten“, heißt es in den Bericht weiter, „dass der Tourismussektor der Malediven mehr als eine Milliarde Euro an Einbußen hinnehmen muss.“ Der Präsident des Landes hat den Erlass am vergangenen Samstag vorgestellt und erklärt, dass die Idee aus den Reihen der Opposition käme, die sich nicht nur über den weitverbreiteten Verkauf von Schweinfleisch und Alkohol ärgern würden, sondern auch über vermeintlichen Sex-Tourismus, der damit einher gehe. Die Einfuhr von Alkohol ist auf den Malediven nach wie vor streng verboten. Nun fordern die Islamisten eine komplette Verbannung.

Die Malediven sind eine überwiegend sunnitische Nation. Der Islam ist Staatsregligion. Auf den mehr als 1200 Atollen im Indischen Ozean leben rund 400.000 Menschen. „Die Regierung hat im Zuge eines von der Opposition geführten religiösen Protestes in der vergangenen Woche, beschlossen, Massagesalons und Spas auf den Malediven zu schließen“, heißt es aus dem Büro von Präsident  Mohamed Nasheed.

Übt Präsident Rache an der Opposition?

Das Ganze birgt jedoch auch eine gewisse Ironie. Immerhin sind unter den größten Spa-Besitzern der Malediven nicht wenige Politiker der Opposition selbst vertreten. Andere, wie die Partei des ehemaligen Präsidenten Maumoon Abdul Gayoom glauben, dass das Ganze lediglich ein kluger Schachzug gewesen sei. Dort heißt es, man habe nie einen Bann verlangt. Sprecher Ahamed Mahloof erklärt, dass Alkohol und Massagekliniken lediglich verschwinden müssten, um Prostitution und die Verbreitung von Drogen an Einheimische einzudämmen. Nasheed wiederum missbrauche die Forderung nun, um sich an den Resortbesitzern aus der Opposition zu rächen.

Für Tourismusministerin Mariyam Zulfa ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit allerdings noch nicht gesprochen. „Wir prüfen derzeit, ob wir es den Resorts doch gestatten, ihre Wellness-Zentren weiter zu betreiben“, so die Politikerin, die ebenfalls um die wichtigste Einnahmequelle des Landes fürchtet.

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