Bozdağ: „Türken werden 2014 von Deutschland aus wählen können“

Seit Jahrzehnten warten Türken in Deutschland darauf, sich von Deutschland aus an den Wahlen in der Türkei beteiligen zu können. Bislang mussten sie immer an die türkische Grenze fahren. Nun sollen 2014 die ersten Wahlurnen aufgestellt werden.

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Der stellvertretender türkischer Ministerpräsident und Zuständige für die Türken im Ausland Bekir Bozdağ äußerte sich zu der Frage der Stellung von Türken in Deutschland und ihrer Rückkehr in die Türkei. Wie die Tageszeitung Hürriyet berichtet, sagte Bozdağ: „In Deutschland gibt es einige diskriminierende Regulierungen gegenüber Türken. Das ist eine Verletzung der Überlegenheit des Gesetzes und der Menschenrechte“. Dabei bezog er sich auf die Regelung zur Familienzusammenführung, nach der der Ehepartner erst Deutsch lernen muss, bevor er ein Visum erhält. Diese Kritik habe die türkische Regierung an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Außerdem kritisierte er: „Während sehr viele anderen Staatsbürgern eine doppelte Staatsbürgerschaft haben, wird sie Türken verwehrt.

Bozdağ betont die wachsende Wirtschaft der Türkei und macht darauf aufmerksam, dass der Zuzug von Arbeitskräften zunimmt. Außerdem verwies er darauf, dass immer mehr qualifizierte Arbeitskräften in die Türkei auswandern.

Auch sprach Bozdağ das Wahlrecht von Türken für Wahlen in der Türkei an. Bislang mussten Türke, um ihre Stimmen abzugeben, entweder die Türkei reisen oder zumindest bis an die Grenze der Türkei fahren. Seit Jahren ist in der Schwebe, ob und wenn ja, wann auch in Deutschland Wahlurnen aufgestellt werden. Demnach sollen für die Präsidentschaftswahlen 2014 in den Konsulaten Wahlurnen aufgestellt werden. Allerdings können auch an den Grenzübergängen weiterhin Stimmen abgegeben werden.

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