Türkei: Moschee-Führungen nur noch von Geistlichen

Historische Moscheen, wie die Blaue Moschee in Istanbul, ziehen jedes Jahr unzählige Touristen an. Geistliche sollen nun die Führungen leiten und nicht wie bisher Touri-Guides.

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Vize-Premier Bekir Bozdağ erklärte der Nachrichtenagentur „Anatolia“, es sei im Bereich des Tourismus eine grundlegende Veränderung geplant. Historische Moscheen sind Hauptanlaufpunkt für Türkei-Touristen. Diese wurden den Besuchern bisher von den üblichen Reiseleitern vorgestellt. Ganz anders laufe das in den Gotteshäusern anderer Länder ab. „Die Touristen-Führer bringen ihre Gruppen bis zu der Kirche oder der Synagoge und die dortige Führung übernehmen dann andere Zuständige. Das sind Personen, die die historischen Orte kennen und in diesem Bereich eine Ausbildung erhalten haben“, so Bozdağ. Mit dem Vorhaben orientiere man sich somit nur an ausländischen Vorbildern.

Dabei wolle er nicht die Funktion von Touristen-Führern kleinreden. Er betont: „Natürlich erfüllen die Touristen-Führer eine wichtige Aufgabe. Da habe ich gar keine Zweifel. Es wäre allerdings besser, wenn das Personen übernehmen würden, die eine eigens darauf ausgerichtete Ausbildung erhalten haben.“ Die türkische Religionsbehörde Diyanet stelle für 2012 250 Moschee-Führer zur Verfügung. Alle Moschee-Führer müssen vorher Prüfungen in Islamischer Theologie abgelegt haben.

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