Atomenergie: Spannung vor Treffen zwischen Türkei und Israel

Das letzte Treffen zwischen dem türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan und Israels Präsident Peres vor drei Jahren in Davos hatte zu einem Eklat geführt. In ein paar Monaten werden die Staatsmänner voraussichtlich wieder aufeinander treffen – diesmal um über Atompolitik zu diskutieren.

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Die Türkei und Israel werden sich trotz der Spannungen zwischen den beiden Ländern voraussichtlich Ende März in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul zum Nuklear-Gipfel treffen.

Wie die Tageszeitung Zaman berichtet, erwartet der südkoreanische Botschafter Lee Sangkyo den türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan sowie israelische Spitzenpolitiker auf dem Gipfeltreffen. Ebenso wie Barack Obama und Repräsentanten aus über 50 Ländern.

Der Nuklear-Gipfel 2010 wurde in Washington abgehalten. Bei dem Treffen ginge es, so Lee, darum die Atomsicherheit zu koordinieren und zu verhindern, dass die Atomtechnologie in die Hände von Terroristen gelangt. Außerdem sagte er, die Türkei spiele eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Welt ohne Nuklearwaffen.

Gleichzeitig warten die koreanischen Behörden auf einen Vorschlag der Türkei, eine Atomenergieanlage am Schwarzen Meer von einer koreanischen Firma errichten zu lassen. 2010 hatte die Türkei einen solchen Vertag mit Russland unterschrieben. Zurzeit verhandeln die beiden Länder noch nicht über die konkrete Umsetzung des Vorhabens. „Wir interessieren uns für die Konditionen und würden sie gerne besprechen“, so Lee.
Er betonte, Korea sei schon immer interessiert gewesen an Atomenergieanlagen in der Türkei.

Besonders geschädigt wurde die Beziehung zwischen den einst verbündeten Staaten durch den Vorfall auf dem Hilfskonvio-Schiff „Mavi Marmara“, bei dem neun Friedensaktivisten ums Leben gekommen waren. Türkische Beamte bestehen noch immer auf eine Entschuldigung von Israel. Erst dann können die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen werden. Dies lehnt Israel allerdings ab.

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