Frankreich: Algerier zahlt eine Million für Genozid-Leugner

Sollte das Genozid-Gesetz in Frankreich in Kraft treten, wird die Leugnung des Völkermords an den Armeniern mit einer Geldstrafe von 45.000 Euro bestraft. Ein reicher Geschäftsmann will für die Kosten aufkommen.

+++ Aktuell: Skandal: Das Verhältnis zwischen Bülent Ersoy und Deniz Gezmiş +++ Verdacht: PKK verübt Anschlag auf Berliner Verein +++

Rachid Nekkaz heißt der spendable Franzose mit algerischen Wurzeln. Er kündigte an, einen Fonds über eine Million US-Dollar einrichten zu wollen, berichten türkische Medien. Mit diesem Geld solle in Zukunft die Strafe der Leugnung des Genozids an den Armeniern finanziert werden, so Nekkaz (die Türkei konnte Frankreich trotz Drohungen nicht von dem Gesetz abhalten – mehr dazu hier). Er ist der Überzeugung, Frankreich greife mit diesem Gesetz gezielt die Türkei an, weil es sich um ein muslimisches Land handle.

Nach dem Inkraftreten des Burka-Verbots 2011 hatte Nekkaz ebenfalls versichert, die Strafe für die betroffenen Frauen zu zahlen. 2007 nahm er mit seiner Rachid Nekkaz Partei an den französischen Wahlen teil und erhielt 0,56 Prozent der Stimmen. Vor den Gemeindewahlen versprach er, wenn er die Wahl gewinnen würde, werde er allen, die ihm ihre Stimme gegeben haben, 300 Euro geben oder ein Flugticket spendieren.

Mehr zum Thema:

Hrant Dinks Bruder: Genozid-Gesetz verstößt gegen Meinungsfreiheit!
Trotz Genozid-Beschluss: Türkischer Botschafter zurück in Paris
Genozid-Gesetz: Sarkozy zeigt Gül die kalte Schulter

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.