Wirtschaftskrise: Frankreich erhebt Cola-Steuer

Die Wirtschaftskrise macht die Politik kreativ: Frankreich hat mit Jahresbeginn eine „Fat-Tax“ auf Softdrinks wie Limonade, Cola oder gezuckerte Fruchtsäfte eingeführt. Das soll 280 Millionen Euro an zusätzlichen Steuern bringen – und gleichzeitig die Franzosen gesünder machen.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy muss ein 1,7 Billionen Euro großes Budgetloch stopfen – und das, wenn möglich, noch vor den französischen Wahlen im Frühjahr 2012. 280 Millionen Euro soll nun eine „Fat-Tax“ jährlich in die leere Staatskasse spülen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.

Seit dem 1. Januar 2012 ist jedes zucker- oder süßstoffhaltige Getränk in Frankreich teurer: Dosen kosten um zwei Cent mehr, Flaschen sogar um 15 bis 20 Cent. Die Kostenerhöhung wurde möglich, indem diese Getränke nun nicht mehr in einer Steuerklasse mit Brot, Energie oder Büchern sind, sondern von 7% auf 19% Mehrwertsteuer erhöht wurden.

Und diese Budgetsanierung bringt auch positive Nebeneffekte mit sich: Die Politik kann sich auch rühmen, die Fettleibigkeit in Frankreich zu bekämpfen. Als nächster Schritt soll auch eine Erhöhung der Steuern auf Zigaretten und Spirituosen folgen.

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